Das Ndlovu Forschungslabor – Gezielte Unterstützung zum perfekten Zeitpunkt dank Hugo Tempelman Stiftung und GIZ

Wir berichteten schon mehrfach über die großartige und erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Ndlovu Care Group, GIZ und Hugo Tempelman Stiftung. Nun haben wir auf unserer Reise vor 14 Tagen am eigenen Leib erfahren, wie wertvoll diese Hilfe ist. Durch die plötzlich die Welt ergreifende Panik vor OMIKRON wurde es essenziell, einen kurzfristigen PCR-Test zu erstellen. Für das Labor der Ndlovu Care Group kein Problem.

Die Besonderheit: Hier ist man auf umfangreiches Screening eingestellt. Die genommenen Proben werden nicht nur auf SARS-Cov-2 Viren untersucht. Parallel wird gleichzeitig auf HIV 1 und 2 getestet und auf RSV. RSV fand in jüngster Zeit gerade in Deutschland unter Kindern eine enorme Verbreitung.

Dies ist die Art, wie in Südafrika Forschung betrieben wird. Möglichst viel Informationen generieren, um möglichst schnell Zusammenhänge zu erkennen.

Dank der großzügigen Unterstützung der GIZ, die Hugo Tempelman ein Sequenziergerät für die Forschung zur Verfügung stellte, werden genau in diesem Labor im ruralen Südafrika mitten im Nirgendwo weltweit wichtige Studien durchgeführt. Das Ndlovu Research Center ist eines der wenigen Labore in Südafrika überhaupt, das die Sequenzierung eines Genoms überhaupt vornehmen können.

Im aktuellen Fall der OMIKRON-Variante ist dieses Gerät unerlässlich, um die Beobachtungen, die Bedeutung für das Geschehen auf der ganzen Welt haben, erforschen zu können.

Und es kam genau zum richtigen Zeitpunkt: Keiner konnte im August bei der Übergabefeier des Untersuchungsgeräts ahnen, welche essenzielle Rolle es bereits im Herbst einnehmen würde.

Den südafrikanischen Forschern ist zu danken für ihre Arbeit, die Transparenz und Unmittelbarkeit im Informationsfluss.

 

Wir berichteten bereits über das Forschungslabor:

Das Ndlovu Forschungszentrum dank GIZ und Hugo Tempelman Stiftung im Aufwind

GIZ als Partner im Kampf gegen Corona-Pandemie

Hugo Tempelman: Expertenmeinung zur aktuellen Covid-Situation und sozialen Einschränkungen

 

 

 

***** OMIKRON in Südafrika – eine Expertenmeinung *******

Omikron – die neue Variante des Covid-Virus hält die Welt in Atem. Als jemand, der an erster Quelle sitzt, kann Hugo eine qualifizierte Aussage über die aktuelle Situation treffen.
Ja, die neue Variante ist da,
nein, man kann noch nicht viel über ihre Auswirkung sagen,
aber man ist wachsam und konnte durch die gute Ausstattung der Labore im Land sehr früh Warnungen in die Welt senden.

Hugo kann deshalb so verifiziert und verlässlich Auskunft zu Virus und Variante geben, da er dank der erstklassigen Ausstattung des Ndlovu Research Labores zu einem der wenigen Forschungslabore im Lande gehört. Wie es dazu kam erzählt er hier:

Wichtig ist, aufmerksam Forschung und Beobachtung zu betreiben und schnell Konsequenzen zu ziehen. Falsch ist wegen Ominkron kopflos in Panik zu reagieren.

Die Ndlovu Care Group wurde als teilnehmendes Labor im National Surveillance Network for Variant Studies akkreditiert. Damit haben wir dank Hugo einen Kontakt in die vorderste Reihe der Informationen bezüglich der Virus- und Variantenforschung.

Sobald es Neues gibt, werden wir berichten.

Wie Nldlovu den Kampf gegen Covid mit dem Impfprogramm unterstützt erfahren Sie hier:

Ndlovu Care Group ist öffentliches COVID19-Impfzentrum

Ndlovu Care Group mit bereits 50.000 Impfungen im ersten Monat

Impfprogramm der Ndlovu Care Group: „VacciNation“ ist das Schlagwort

Impfprogramm für Jugendliche in Südafrika gestartet

Das Ndlovu Forschungszentrum dank GIZ und Hugo Tempelman Stiftung im Aufwind

Am 12. August 2021 fand im Ndlovu-Forschungszentrum die Übergabe des Sequenziergeräts der nächsten Generation, des TF Genexsus, statt.

Vertreter der Deutschen Botschaft, der GIZ und des NICD waren anwesend, um diese wichtige Erweiterung des Forschungslabors zu feiern. Variantenstudien für COVID19 und die Entwicklung, Verfolgung und Entdeckung dieser Varianten werden ein wichtiger Bestandteil der Entwicklung des SARS-CoV-2-Virus und der Kontrolle der Epidemie sein.

Das Network for Genomic Surveillance in South Africa (NGS-SA) hat kein Labor in den drei nördlichen Provinzen. Mit dieser großzügigen Spende der GIZ (Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit), die auf Initiative der Hugo Tempelman Stiftung zustande kam, kann das Ndlovu Research Laboratory zu diesem wichtigen Programm beitragen.

Dr. Andrea Knigge, GIZ: „Es ist eine Freude, mit dem Gesundheitsministerium und dem Ndlovu Research Centre zusammenzuarbeiten. Es ist fantastisch zu beobachten, dass solche Einrichtungen funktionieren und Früchte tragen. Die Einführung des Genexsus Sequencers ist ein großer Schritt nach vorn bei der Kontrolle und Entwicklung der Pandemie in Südafrika.

 

Neue Studie zum Impfstoff gegen Corona: Ndlovu Forschungslabor nimmt teil

In der letzten Woche startete die Phase-III-Impfstoffstudie zu Corona. COVID-19 betrifft jedes Land der Welt und ohne Impfstoff schätzt die WHO, dass fast 80 % der Welt irgendwann infiziert werden.

Die Ndlovu-Forschungsabteilung ist die einzige Forschungsstelle in Limpopo, die an der Covid-19-Impfstoffstudie teilnimmt. In Vorbereitung darauf, wurden die Einrichtungen umgestaltet, um höchsten Standards zu genügen. Auch Mitarbeiterquartiere wurden neu gebaut, um das Forscherteam und die Familien in der Nähe unterbringen zu können.

Wir freuen uns, dass das Ndlovu Research Center eine der Forschungsstellen ist, die an dieser Studie im Kampf gegen eine so harte Pandemie, die die ganze Welt beeinflusst hat, teilnimmt.

 

 

Eine Mitarbeiterin erklärt einem Studienteilnehmer die Teilnahmebedingungen.

Jedem Besucher, der das Gelände betritt wird die Temperatur gemessen.

Neue Mitarbeitergebäude wurden errichten, in denen die neuen Mitarbeiter mit ihren Familien wohnen könen.

Die Studie startet: die Mitarbeiter sind unglaublich aufgeregt.

Erste Teilnehmer werden registriert.

 

GIZ als Partner im Kampf gegen Corona-Pandemie

Die GIZ unterstützt – dank der Vermittlung der Hugo Tempelman Stiftung – die Ndlovu Care Group mit einer großzügigen Spende. Dadurch konnte Equipment angeschafft werden, dass das Ndlovu Labor im Kampf gegen die Corona-Pandemie dringend benötigt, um sich auf vielfältige Weise an SARS-CoV-2-PCR-Tests zu beteiligen. Die Gesamtkapazität, die jetzt im Labor aufgebaut wurde, beträgt etwa 1500-2000 PCR-Tests pro Tag. Diese können mit einer Turn-Around-Zeit von weniger als 24 Stunden durchgeführt werden.

Die zehntausend gespendeten Testkits ermöglichen es, kostenlose Tests für die Gemeinde Moutse durchzuführen, und tragen dazu bei, die aktuelle Situation in der Region besser zu erfassen.

Die Ndlovu Care Group hat dem südafrikanischen Gesundheitsministerium Hilfe bei der Erfassung der COVID19-Pandemie angeboten. Das NICD (Nationales Institut für übertragbare Krankheiten) hat die Standards des Labors genehmigt und eine Akkreditierung für COVID19-Tests ausgegeben.

Das Labor wurde als „Überlauf-Labor“ eingestuft. Die Anerkennung durch die NHLS und das NICD als Partnerlabor für COVID19-Tests ist eine sehr wertvolle Anerkennung der Qualität des Ndlovu Forschungslabors.
Dies wird in Zukunft definitiv zur Nachhaltigkeit des Forschungslabors beitragen und ist ein Weg, die Zusammenarbeit mit dem NHLS / NICD und dem Gesundheitsministerium in beiden Provinzen auszubauen.

Das konnte nur durch die großzügige Unterstützung der GIZ erreicht werden. Die Ndlovu Care Group möchte die Zusammenarbeit fortführen und Südafrika in seinen Bemühungen um eine bessere Gesundheitsversorgung und Forschung unterstützen, insbesondere in den ausgegrenzten ländlichen Gebieten, wo oft Infrastruktur und hochwertige Dienstleistungen fehlen.

Wir sind aufrichtig dankbar für die Zusammenarbeit und die geleistete Spende.

Ndlovu Research Center

Nach mehr als 20 Jahren medizinischer, infrastruktureller und sozialer Arbeit vor Ort können Hugo Tempelman und seine Ndlovu Care Group auf beachtliche Erfolge zurückschauen. Doch es liegt nicht in der Natur des Arztes, sich darauf auszuruhen und es dabei bewenden zu lassen. Sein Hauptaugenmerk legt er immer mehr auf den Bereich der Forschung. Es wurden schon mehrere Forschungsprojekte im Ndlovu Research Consortium installiert und man kann bereits mit ersten Ergebnissen aufwarten.

Da die Aktivitäten in diesem Bereich zukünftig intensiviert werden, ist es nur ein logischer Schritt ein eigenes Forschungszentrum – das Ndlovu Research Center – zu errichten, in dem dauerhaft und gründlich die langfristigen Auswirkungen einer HIV-Infektion, deren verbundenen chronischen Erkrankungen und der sozioökonomischen Probleme untersucht werden können. Es finden nicht nur die Treffen der Forschungsgruppen und die Untersuchungen in diesem Gebäude statt, auch die gesamte Hintergrundarbeit zu den Forschungen ist hier angesiedelt.

Eine derartige Forschungseinrichtung im ländlichen Gebiet ist ungewöhnlich, wird aber dringend benötigt. Mit dieser Einrichtung hat Hugo Tempelman es geschafft, den Fokus internationaler Wissenschaftler auf Elandsdoorn zu richten, auf das was da in der Provinz Limpopo in Südafrika vonstatten geht.

 

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Eine neues Research Center in Elandsdoorn für die Forschung

Das neue Ndlovu Research Center hat nun einen Fahrstuhl und Solaranlagen

Die große Eröffnung der neuen Ndlovu Forschungseinrichtung

IPM-Team der Ndlovu Care Group erhält Auszeichnung als beste Forschungseinrichtung

 

HVTN-Studie

Ein HIV-Impfstoff ist das ultimative Ziel, an dem Forschungsgruppen intensiv forschen. Im April 2016 kontaktierte das HIV Vaccine Trails Network Dr. Hugo Tempelman. Das HIV Vaccine Trials Network ist das weltweit größte, öffentlich finanzierte, internationales Netzwerk von Forschern, Kliniken und Laboren, die zusammen am großen Ziel arbeiten, einen Impfstoff gegen HIV zu finden.

Die zweite Phase der Impfstoffuntersuchung – die Humanstudie – startete nun erstmals Ende Januar 2018 im neuen Ndlovu Research Center. Insgesamt betreut Ndlovu im Rahmen dieser Studie 169 Patienten, die über drei Jahre hinweg den Impfstoff injiziert bekommen. Monatlich können zwischen 7 und 15 Personen behandelt werden, da das Verfahren hochgradig aufwendig ist.

Die Ndlovu Care Group ist eine von zwei Institutionen in Südafrika, die überhaupt die Gegebenheiten für diese Studie bereitstellen können. Weltweit nehmen 26 Forschungsgruppen an dieser Studie teil.

Lesen Sie mehr unter:

Ndlovu forscht – Ein Impfstoff gegen AIDS
Ein Impfstoff gegen HIV – Ndlovu ist Teil der Forschung

Ndlovu forscht – Ein Impfstoff gegen AIDS

Ein HIV-Impfstoff ist das ultimative Ziel, an dem Forschungsgruppen intensiv forschen. Im April 2016 kontaktierte das HIV Vaccine Trails Network Dr. Hugo Tempelman. Das HIV Vaccine Trials Network ist das weltweit größte, öffentlich finanzierte, internationales Netzwerk von Forschern, Kliniken und Laboren, die zusammen am großen Ziel arbeiten, einen Impfstoff gegen HIV zu finden.

Erste Impfung im Ndlovu Research Center

Die zweite Phase der Impfstoffuntersuchung – die Humanstudie – startete nun erstmals Ende Januar im neuen Ndlovu Research Center. Insgesamt betreut Ndlovu im Rahmen dieser Studie 169 Patienten, die über drei Jahre hinweg den Impfstoff injiziert bekommen. Monatlich können zwischen 7 und 15 Personen behandelt werden, da das Verfahren hochgradig aufwendig ist. Allein die Anfertigung des komplizierten Impfstoffs dauert jedes Mal 45 Minuten. Die Vorbereitung der Studienteilnehmer ist langwierig und umfangreich. Sie sollen genau wissen, was mit Ihnen passiert, was sie erleben werde, worauf sie sich eingelassen haben. Über die lange Zeit der Studie wird zwischen den Teilnehmern und den Ndlovu-Mitarbeitern eine enge Beziehung entstehen. Diese soll vertrauensvoll sein, deswegen nehmen sich die Mitarbeiter besonders viel Zeit für die Patienten. Dabei gehören gute Laune und Unbeschwertheit zu den Kernkompetenzen des Teams.

Die Ndlovu Care Group ist eine von zwei Institutionen in Südafrika, die überhaupt die Gegebenheiten für diese Studie bereitstellen können. Weltweit nehmen 26 Forschungsgruppen an dieser Studie teil.

 

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Für das Ndlovu Research Team sind Spaß an der Arbeit und gute Laune selbstverständlich.

 

Der Ndlovu Pharmazeut, der den Impfstoff herstellt, benötigt jedes Mal 45 Minuten für die Aufbereitung.

 

Die Würde und die Anonymität der Studienteilnehmer sind oberstes Gebot für Team und behandelnden Arzt.

Der Impfstoff ist aufbereitet und wird an „Doc Roc“ zur Verwendung übergeben.

Dr. Robert Moraba verabreicht der ersten Patienten ihre erste Injektion – nur eine von vielen in den kommenden drei Jahren.

 

Nach einem aufwendigen Prozedere sind alle geschafft aber erleichtert.

 

NORAST-Studie

Ndlovu erweitert seine Forschungsprojekte um ein neues Feld und startet eine neue Studie – NORAST (Ndlovu ORAquick Self-Test). Untersucht wird die Anwendbarkeit des HIV-Tests für zu Hause. Mittels Speicheltest kann nun jeder selbst innerhalb von 30 Minuten einen „AIDS“-Test durchführen. Der Selbsttest soll helfen, schnell und ohne Arztbesuch Klarheit über das eigene Infektionsrisiko und das des Gegenübers zu liefern. Hier in den ländlichen Gebieten kann das durchaus als Vorsorgemaßnahme vor dem Geschlechtsverkehr angesehen werden. 2012 wurde dieser Test in USA zugelassen und seitdem angewendet. Um den Schnelltest durchführen zu können, muss sich der Betroffene Mundspeichel mithilfe eines Abstrich-Stäbchens entnehmen. Im Anschluss wird das Stäbchen in ein Röhrchen gegeben, in der eine Lösung enthalten ist. Das Ergebnis wird nach einer halben Stunde sichtbar. Mit Markteinführung des Selbsttests schlugen den Herstellern allerdings zunächst einige Bedenken entgegen. Vor allem war man skeptisch, den Verbraucher mit dem Test und dem etwaigen Ergebnis allein – ohne ärztliche Unterstützung – zu lassen. Die NORAST-Studie der Ndlovu Care Group soll einen Überblick darüber verschaffen, inwieweit die Menschen ohne personelle Anleitung den illustrierten oralen Schnelltest verstehen und erfolgreich selbst ausführen können.

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Ein Schritt in die richtige Richtung

 

Kohorten-Studie

Ziel dieser Studie ist die Nachfolgeprobleme einer erfolgreichen HIV-Therapie zu benennen und geeignete Behandlungsstrategien abzuleiten. Erfolgreiche Therapie heißt in diesem Fall die akute Infektion in eine „chronische“ Krankheit einzudämmen, die mittels lebenslanger Tabletteneinnahme kontrolliert werden kann. Das ist mittlerweile auch in Afrika seit etwa 10 Jahren möglich. Somit ist es gelungen die Lebenserwartung von HIV-Infizierten fast anzugleichen an die HIV-negativer Menschen. Da einmal Infizierte jedoch das Virus lebenslang in sich tragen, sind sie anfälliger für Begleitkrankheiten wie Diabetes, Nierenerkrankungen, Herz- und Gefäßkrankheiten usw. Aufgrund dessen erfordert die wachsende Anzahl HIV-positiver Menschen mit längerer Lebenserwartung eine lebenslange medizinische Versorgung, die nicht nur die Behandlung der HIV-Infektion selbst, sondern auch die Verhinderung und Behandlung der damit zusammenhängenden chronischen Krankheitszustände berücksichtigt. Dies wird in den kommenden Jahren zu einem massiven Anstieg des Bedarfs an medizinischer Versorgung für chronisch Kranke führen.

Die Langzeitstudie, die einen Zeitraum von 10 bis 15 Jahren umfassen wird, setzt sich zusammen aus einer Gruppe von 1000 HIV-positiven und 1000 HIV-negativen Personen. Regelmäßige Befragungen zum Gesundheitszustand und damit verbundener sozialer Faktoren werden zusammen mit Blut- und Urinuntersuchungen gesammelt, ausgewertet und beobachtet. Der Fokus wird auf Menschen in ländlichen Gemeinden mit begrenzten Ressourcen gelegt, da diese repräsentativ für die große Mehrheit der HIV-Infizierten in aller Welt sind. Somit hat diese Studie weltweite Bedeutung.

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