Die Schule hat wieder begonnen

Die Schule nach den Sommerferien in Südafrika hat begonnen. Auch die Vorschulzentren der Ndlovu Care Group begrüßten die kleinen Vorschüler zurück. Die Ndlovu Care Group hat inzwischen 4 für die frühkindliche Entwicklung eröffnet. Wir freuen uns, dass wir die Ndlovu Care Group unterstützen konnten beim Aufbau ihrer Vorschulzentren. Mit denen leisten sie nun einen Beitrag, den Grundstein für die Zukunft dieser Kinder zu legen.

Auf in die Sommerferien für die kleinen Vorschüler

Der Schriftsteller und Autor Andy Hargreaves sagte einmal: „Ein erstklassiges System der frühkindlichen Bildung ist das Markenzeichen einer fürsorglichen und zivilisierten Gesellschaft“.

Ndlovu setzt sich mit seinem Programm zur frühkindlichen Entwicklung (Early Childhood Development – ECD) dafür ein, dass Kinder in ländlichen Gemeinden Zugang zu besserer frühkindlicher Bildung haben. Anfang Dezember war ein großer Tag für die kleinen Ndlovus aus den ECD-Zentren in Phooko, Bloempoort und Ntwane. Vor den großen Sommerferien feierten sie ihren Abschluss und den Aufstieg in die nächste Klasse!

Herzlichen Glückwunsch an alle kleinen Absolventen und auch die Lehrer, die einen großartigen Job leisten.

Kgotso hat seine einzigartige Sicht auf die Welt

Der 4-jährige Kgotso Molahlegi nimmt am Programm zur frühkindlichen Förderung in Bloempoort (Early Childhood Development, ECD) teil. Seine Mutter, Ninky Molahlegi, ist Köchin im selben Zentrum und Reinigungskraft im Chill Hub.

Mutter eines Kindes mit Beeinträchtigung zu sein, ist eine ganz besondere Herausforderung:

„Ich war sehr verwirrt, als ich Kgotso bekam. Ein Kind mit Behinderung zu haben, ist nicht einfach. Kgotso hatte viele Entwicklungsverzögerungen und grob- und feinmotorische Einschränkungen. Er konnte nicht alleine sitzen und konnte Gegenstände nicht mit seinen Händen fassen.“

Das Ndlovu Team im Behindertenzentrum konnte Kgotso aber gut unterstützen und ein Jahr nach Beginn seiner Therapie Ende 2021 wurde empfohlen, dass er in das Förderzentrum der allgemeinen Schule überführt wird.

Kgotso kann jetzt herumrennen und mit anderen Kindern spielen und hat sich beim Sprechen deutlich verbessert und kann sein Lieblingskrippenlied „Butterfly, Butterfly“ mitsingen. Ein großartiger Erfolg und Inklusion im besten Sinne.

Seine Mama ist dem Ndlovu-Team so dankbar, dass es ihren Sohn nicht aufgegeben hat und gleichzeitig ihr immer die Hoffnung gab, dass auch er trotz aller Herausforderungen, denen er begegnet, sich gut entwickeln kann.

„Ndlovu hat meinem Sohn das Selbstvertrauen gegeben; dass er sich nicht von anderen Kindern unterscheidet, er hat nur seine eigene einzigartige Art, die Welt zu begreifen. Ich hätte nie gedacht, dass Kgotso jemals laufen oder reden würde, ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie ich meine Dankbarkeit ausdrücken soll. Danke, Ndlovu.“

Nachwuchsförderung beim Ndlovu Youth Choir

Good Morning Mister Elephant! Der Ndlovu Youth Choir besuchte die Kleinen der Ndlovu Vorschule. Zusammen hatten sie viel Spaß beim Singen! Vielleicht werden hier schon die Talente von Morgen entdeckt.

Die kleinen Elefantenmasken passen nicht nur zum Lied, sondern auch zum Namen: Ndlovu steht für Elefant.

Energetix hilft!

Seit 2009 unterstützt ENERGETIX Bingen tatkräftig und kontinuierlich die Arbeit der Hugo Tempelman Stiftung. Auch im 15. Jahr unseres Bestehens konnten wir uns über die finanzielle Zuwendung von 50.000 Euro für die Kinderprojekte der Ndlovu Care Group freuen.

Seit der Gründung konnte bereits so viel Großes geschaffen werden. Die maßgeblich von ENERGETIX mitfinanzierten Preschools und Kinderbetreuungseinrichtungen sind ein wichtiger Grundstein für einen besseren Start der Kinder ins Leben. Auch der Betrieb des Behindertenzentrums Jorishaus ist eine so wichtige Einrichtung für die bedürftigen Menschen vor Ort in Elandsdoorn und Umgebung. Jahr um Jahr trägt ENERGETIX dazu bei, die Welt der Menschen hier besser zu machen.

Wir freuen uns auf weitere 15 Jahre mit Euch und danken allen Freunden und Unterstützern!

Die Kinder von Bloempoort

Bei unserem letzten Besuch im November besuchten wir auch den Minicampus in Bloempoort. Das Kinderzentrum umfasst neben der Vorschul- und Kleinkindbetreuung, Sportanlagen auch eine Ernährungsstation inklusive großem Nutzgarten. In der Ernährungsstation werden unterernährte Kinder regelmäßig mit den allernötigsten Nährstoffen versorgt. Es wird genau Buch geführt, wer wann mit welchem Gewicht zum ersten Mal zu Besuch kam. Innerhalb kürzester Zeit erreichen die Babys das Normalgewicht. Müttern bekommen gezeigt, worauf es ankommt. Was können sie auch zu Hause tun, um eine gesunde Ernährung sicherzustellen. Da viele nicht aus eigenen Mitteln ihren Kindern eine Grundernährung bieten können, ist der Minicampus in Bloempoort regelmäßiger Treffpunkt der Mütter mit Babys und Kleinkindern. So dient dieses Programm nicht nur allein dem Kindeswohl. Auch die Mütter erhalten hier Mahlzeiten und der Ort ist sozialer Treffpunkt.

Dies nutzt die Ndlovu Care Group, um Aufklärungsprogramme zu starten – jüngst die Bedeutung der Impfung im Kampf gegen das Corona-Virus. Wie auch wir in Deutschland hat man in Südafrika Bedenkenträger. Im Kampf gegen Unsicherheit, Vorurteil und Angst hilft nur Aufklärung, regelmäßiges Sprechen, Offenheit für Bedenken und Unterstützungsangebote.

Gemeinsamkeit in Spiel und Sport

Wir besuchten zwei Klassen. Alle Kinder wollten zeigen, was sie können. Während die Größeren in der Vorschule buchstabieren, setzt man bei den Jüngeren auf bewegtes Spiel. Wir beobachteten, dass sehr auf gemeinschaftliche Entwicklung und Achtung Wert gelegt wird. Für jeden wird geklatscht, wenn er seine Aufgabe erledigt hat. Zeigt es sich für ein Kind besonders herausfordernd und es benötigt mehr Zeit als andere, wird trotzdem gewartet, angefeuert, applaudiert. Eine gemeinsame Entwicklung steht im Vordergrund.

Hygienemaßnahmen gegen Corona sind allgegenwärtig

Die Hygienemaßnahmen werden vorbildlich umgesetzt. In geschlossenen Räumen haben die Kinder alle Maske getragen und entsprechend Abstand gehalten – mit Sicherheit keine einfache Situation. Aber die Kinder sind froh, dass die Programme der Ndlovu Care Group nach der Zeit des Lockdown wieder aufgenommen wurden und sie nun wieder regelmäßig diesen Ort besuchen können.

Damit das so bleibt, bitten wir Sie um Mithilfe. Die Programme der Ndlovu Care Group richten sich an die Ärmsten. Ihnen wird Hilfe und Unterstützung zuteil, ohne dass sie dafür zahlen müssen. Wir bitten um finanzielle Unterstützung, damit all diesen Kindern auch weiterhin diese Möglichkeit geboten werden kann. Das kann nur mit unserer Hilfe geschehen.

Spenden Sie, wenn Sie können an:

HUGO TEMPELMAN STIFTUNG

IBAN: DE21 1012 0100 0007 7770 06

Oder senden Sie Ihren Beitrag per Paypal an

spenden@hugo-tempelman-stiftung.de

Wir danken herzlich im Namen aller Kinder.

Youtube-Video

In der Ernährungsstation werden unterernährte Kinder regelmäßig mit den allerdringendsten Nährstoffen versorgt.

Innerhalb kürzester Zeit erreichen die Kinder ein Normalgewicht.

In der Vorschule wird buchstabiert …

… während bei den Kleineren auf bewegtes Spiel gesetzt wird.

Der Ndlovu Minicampus ist sozialer Treffpunkt.

Müttern wird beigebracht, was zur Pflanzenaufzucht im eigenen Nutzgarten gehört.

Vorgezogene Setzlinge in der Ndlovu-Setzlingsfarm. Diese werden an die Familien für die eigenen Gärten ausgegeben.

Beschäftigung in der Grundschule – mit Maske.

Sport und Spiel auf beschattetem Spielplatz.

Neue Bilder aus Elandsdoorn

Dieser Tage erreichten uns neue Bilder von Hugo aus Südafrika. Das Leben dort nimmt nach dem weltweit spürbaren Corona-Lockdown wieder Fahrt auf.

Die Impfkampagne schreitet immer mehr voran und die Programme der Ndlovu Care Group können wieder für die Menschen geöffnet werden.

 

Hier ein paar aktuelle Eindrücke:

 

Die Vorschulen für Kleinkinder und auch die Rehabilitationszentren für behinderte Kinder  werden unter Hygienevorschriften weiter betrieben.

 

Die Kinder werden wieder spielerisch mit den therapeutischen Beschäftigungsmitteln gefördert.

 

Für die Kinder ist das eine große Erleichterung: nicht nur Abwechslung zur beengten und sehr einfachen Wohnsituation, sondern auch wieder eine regelmäßige warme Mahlzeit zu erhalten.

Die Pandemie hat gezeigt, dass der größte Feind der Hunger ist.

Das Projekt der Foodgardens, die die Selbstversorgung mit frischem Gemüse gewährleisten sollen, hat Fuß gefasst und ist fester Bestandteil der täglichen Ernährung. Eine gesunde vor allem vitaminreiche Ernährung ist wesentlich. Ein großer Erfolg ist, dass dies in der Gemeinschaft so gut angenommen und weiter getragen wird. Nicht zuletzt hat die Spende von RTL „Wir helfen Kindern e.V.“ einen wesentlichen Beitrag zu diesem Projekt geleistet.

Der Sportplatz bekommt einen frischen Anstrich. Bevor die Kinder und Jugendlichen ihre sportlichen Aktivitäten aufnehmen, putzen, streichen und erneuern die Mitarbeiter der Ndlovu Care Group die Anlage.

 

Ende November werden einige Mitglieder unserer Stiftung nach Elandsdoorn fliegen. Wir möchten uns vor Ort einen Eindruck über die aktuelle Situation und die nächsten Dringlichkeiten verschaffen.

Wir werden ausführlich über die Reise berichten.

 

Ndlovu öffnet die Kindereinrichtungen – mit starken Hygienevorkehrungen

Gute Nachrichten aus Südafrika: Die Ndlovu Care Group öffnet die Kindereinrichtungen und heißt die kleinen Gäste herzlich willkommen.

 

Während des Lockdowns seit März 2020 erhielten die Kinder in Elandsdoorn wenig bis gar keine Bildung, weder Lern- noch Sozialisierungskompetenzen wurden vermittelt. Doch gerade auch bei den ganz kleinen Kindern hat die frühe Förderung der kognitiven, sozialen und physischen Entwicklung einen direkten Einfluss auf die Gesamtentwicklung des Erwachsenen zudem sie werden können.

 

Um wie viel schwerer ist diese Situation für Kinder, die aus schwierigen Verhältnissen stammen. Wo das Zuhause vielleicht nur ein Raum ist. Wo viele Familienmitglieder in ärmsten Verhältnissen zusammenleben. Wo die Angst vor Hunger die Angst vor der Zukunft, vor dem Virus überlagert. Es lässt sich nur erahnen wie der Alltag in diesen Familien aussieht.

 

Die Ndlovu Care Group hat alles daran gesetzt, die Kinder- und Jugendeinrichtungen der Gruppe schnell wiederzueröffnen. Die Hygienevorschriften sind sehr streng. Auch die ganz Kleinen tragen eine Maske und jeder sitzt in seinem festen abgegrenzten Bereich am Tisch. Dieser ist mit Klebeband gekennzeichnet. Besonders liegt den Mitarbeitern am Herzen, dass die Kinder wieder eine regelmäßige Ernährung erhalten. Für viele ist die Schule der einzige Ort, der eine kontinuierliche Versorgung garantiert.

 

 

Wiedereröffnung der Kindereinrichtungszentren der Ndlovu Care Group

In dieser Woche wurden die Kindereinrichtungszentren wieder eröffnet – unter strengen Hygiene- und Vorsichtsmaßnahmen.

Die Schließung der Förderungseinrichtungen hat besonders die behinderten Kinder und Jugendliche hart getroffen. Nicht nur fiel von einem auf den anderen Tag die tägliche Förderung und Forderung der Kinder weg, für viele war auch die regelmäßige Ernährung in diesen Einrichtungen lebensnotwendig. So stellt die Schließung für viele dieser Familien eine große Bedrohung dar. Unter der Leitung von Eric Nkoana, dem Beschäftigungstherapeuten, und Morongwa Magongoa, dem Programmmanager für Kinderbetreuung und Jugendentwicklung, wurde ein Rehabilitations- und Pflegeprogramm für zu Hause initiiert. Wichtig war, dass die Eltern und Erziehungsberechtigten ihre behinderten Kinder nun nicht sich selbst überlassen, sondern anknüpfen an die tägliche Arbeit im Zentrum. Zudem wurden die Familien auch alle regelmäßig durch Ndlovu mit Lebensmitteln versorgt. So konnten die schlimmen Folgen des Lockdown zumindest ein wenig abgefangen werden.

Über die Wiedereröffnung freuen sich die Kinder und Jugendlichen riesig. Wieder aktiv zu werden, danach haben sich viele von ihnen gesehnt. Bereits in der vergangenen Woche luden die Mitarbeiter alle Eltern und Sorgeberechtigten ein, sich vorab vor Ort über den neuen Ablauf und die neuen Regeln zu informieren.

Ebenso wurden in der vergangenen Woche die Vorschulen wieder in Betrieb genommen – untern strengen Präventionsmaßnahmen. Die Ndlovu Care Group ist überzeugt, dass die frühe Kindheitsentwicklung eine wesentliche Rolle bei der Entwicklung der sozialen Fähigkeiten, Intelligenz, Sprache und Kreativität von Kindern spielt. Kinder brauchen Routine und oft sind die Eltern nicht in der Lage – zumal in dieser schwierigen Zeit – die Kleinen angemessen zu stimulieren. Viele Fähigkeiten werden zudem auch nur in der Interaktion mit Gleichaltrigen erworben. Deshalb hat man sich entschlossen, unter strengen Regeln den Betrieb der Vorschulen wiederaufzunehmen. Es soll sichergestellt werden, dass die Kleinen im nächsten Jahr am regulären Schulbetrieb teilnehmen können.

Die Kinder tragen alle Faceshields zum optimalen Schutz

Bewegung ist wesentlicher Bestandteil der frühkindlichen Förderung.

Im Vorfeld wurden Eltern und Sorgeberechtige über den neuen Ablauf informiert.

Fiebermessen und akribische Datenaufnahme gehört nun zum täglichen Prozedere.

Abstand halten müssen auch schon die Kleinsten lernen.

Die Jugendlichen der Behintertenrehabilitationsprogramms nehmen ihre Arbeit an der Nähmaschine wieder auf.

Auch die Perlknüpfer sind wieder bei der Arbeit mit fantastischen Ergebnissen.

Die Förderung und Forderung hat vielen gefehlt während der Lockdown-Zeit zu Hause.

Aktives Sportprogramm steht täglich auf dem Plan.

Die Beschäftigung hat den Kindern gefehlt

Das neue Jahr beginnt – die Schule auch

In Elandsdoorn beginnt nach den Sommerferien nun die Schule wieder. Die Ndlovu Care Group begrüßt im Minicampus Bloempoort und Elandsdoorn auch die kleinen Schüler der ersten Klassen. Die meisten waren total gespannt und freuten sich enorm auf die neuen Eindrücke. Manchen von ihnen viel der Start allerdings richtig schwer. Auch wenn vieles noch neu ist, werden sie sich sicher bald eingelebt haben.

Wir wünschen viel Erfolg im kommenden Schuljahr!

 

Derzeit stecken wir mitten in den Vorbereitungen für unsere Reise nach Elandsdoorn Anfang Februar. Eine kleine Delegation aus Berlin macht sich mit vielen Ideen auf den Weg. Wir möchten gern aktuelles Filmmaterial erstellen und auch ein neues Sportprojekt für Mädchen ist in Überlegung.

 

Wir sind gespannt auf die neuen Eindrücke und die Resonanz und werden ausführlich berichten.