Thembekas Geschichte – das Rehabilitationszentrum für behinderte Kinder hilft

Thembeka ist ein 10-jähriges Mädchen mit zerebralen Lähmungen und lebt mit ihrer Mutter in einem kleinen Haus mit zwei Zimmern. Ihr Vater hat die Familie verlassen. Außer dem Kindergeld für ein behindertes Kind gibt es kein Einkommen. Als Thembeka 2018 im Rehabilitationszentrum der Ndlovu Care Group aufgenommen wurde, hatte sie Probleme, ihre Gliedmaßen zu strecken. Gleichgewichtsschwankungen konnte sie nicht abfangen. Dadurch hatte Thembeka permanent Angst zu fallen. Sie traute sich nicht, ihre Umwelt zu erkunden und sich zu bewegen. Deshalb konnte sie nicht sicher sitzen, krabbeln und stehen, auch nicht mit Unterstützung. Ihre kognitiven Fähigkeiten waren ebenfalls unterentwickelt, sie konnte eine Sitzposition nur für kurze Zeit beibehalten.

Nach 7 Monaten Beschäftigungstherapie im Zentrum ist Thembeka nun in der Lage, eine längere Strecke zu krabbeln; sie kann sich vom Boden auf einen kleinen Stuhl bewegen, den sie benutzt. Sie ist in der Lage, selbständig zu sitzen und zu krabbeln, benötigt aber Unterstützung beim Stehen und Gehen.

Sensorische Stimulation erzielt große Erfolge bei Thembeka

Im Besonderen der Sensory room ist für Thembekas Entwicklung essenziell. Die sensorische Stimulation, die in diesem Raum möglich ist, zeigt so große Erfolge. Bunte Lichter und haptische Abwechslungen gehören zur Hauptausstattung des Raums. An der großen Glassäule, in der Luftblasen im Wasser aufsteigen und die ihre Farbe wechselt, kann Thembeka sich schon aufrichten und für einige Zeit stehen. Mittlerweile schafft sie es, sich bis zu 30 Minuten aufrecht zu halten. Der Therapeut Erik erklärt, dass dies enorm wichtig sei, um Muskeln in den Beinen aufzubauen. Darauf baut dann jeder weitere Erfolg auf.

Sie kann derzeit nicht sprechen, aber Dank der kognitiven Stimulationssitzungen kann sie hören und minimale Anweisungen befolgen. Sie ist jetzt in der Lage, zwischen verschiedenen Farben zu unterscheiden.

Dank Energetix Bingen und vielen weiteren Unterstützern auch Hilfe während des Lockdowns möglich

Die Arbeit im Rehabilitationszentrum wird maßgeblich von unseren Unterstützern der Energetix Bingen getragen. Dank dieser finanziellen Hilfe war es möglich, das Programm für behinderte Kinder auch während des Lockdowns aufrechtzuerhalten. Die Einrichtungen mussten zwar geschlossen werden, aber die Therapeuten sind zu den Kindern reihum nach Hause gefahren. Dort wurde die therapeutische Beschäftigung fortgesetzt und den häuslichen Gegebenheiten angepasst.

Thembekas strahlendes Lächeln dankt

Diese Form der Behandlung ist für die Familien kostenfrei. Nur dank der Unterstützung der vielen engagierten Menschen, die sich finanziell beteiligen, kann Kindern wie Thembeka eine lebenswerte Zukunft ermöglicht werden. Die Geschichte von Thembeka ist nur eines der 44 Kinder, die derzeit gefördert und unterstützt werden. Die intensive qualitative Beschäftigung zahlt sich aus. Dank der motorisch-sensorischen Stimulationstherapie ist Thembeka endlich entspannt und fühlt sich wohl. Ihr Lächeln bringt jeden zum Strahlen.

[embedyt] https://www.youtube.com/watch?v=w6fLPgWZCzE[/embedyt]

Thembeka mit ihrem Therapeuten Erik im Sensory room. Die bunte Bewegung in der Säule animiert das Mädchen dazu, sich aufzurichten.
Mittlerweile kann sie bis zu 30 Minuten daran eigenständig stehen.

 

Die sensorischen Fähigkeiten von Thembeka nehmen immer mehr zu. Bauklötzer greifen und Steckspiele spielen ist ein Riesenfortschritt für das zerebral gelähmte Mädchen.

 

Der Sensory room ist eingerichtet mit vielfach stimulierenden visuellen und haptischen Objekten.

 

Thembeka war 5 Jahre als sie zur Ndlovu Care Group in die Tagesbetreuung kam.
Mittlerweile ist sie 10 und hat unglaubliche Fortschritte in Richtung Selbständigkeit gemacht.
Die kontinuierliche liebevolle Förderung und Beschäftigung zahlt sich aus.

Thembeka ist ein glückliches Mädchen, dass alle mit seinem Lächeln bezaubert.

 

Auch während des Lockdowns konnte die Betreuung aufrecht erhalten werden. Der Therapeut kam zu Thembeka nach Hause.

 

Mehr Berichte zu diesem Thema:

Tag der Menschen mit Behinderungen – Nicht alles ist sichtbar!

Eröffnung des zweiten Rehablilitationszentrums für behinderte Kinder und Jugendliche

 

Die hängenden Gärten von Limpopo

Die Foodgardens sind ein großer Erfolg, von dem wir uns auf unserem letzten Besuch überzeugen konnten. Von Beautys Garten haben wir bereits berichtet.

Daneben besuchten wir Lukas. Er ist 49 Jahre alt. Lukas bewirtschaftet seinen Hof mit seiner Frau. Von seinen fünf Kindern sind die meisten bereits in ihr eigenes Leben gestartet.

Lukas in seinem Gewächshaus.

Es scheint so, als wäre er genau der richtige Mann für die Gemüsegartenkampagne. Sein Gemüsegarten liefert mittlerweile nicht nur Nahrung für den eigenen Bedarf. Er sichert auch das Einkommen der Familie. Denn der Garten ist derart angewachsen, dass Lukas mittlerweile sein Gemüse sogar an Nachbarn verkaufen kann. Ein weiteres Stück Land hat er bereits abgetrennt, um es für eine Gartenbewirtschaftung vorzubereiten.

Ein weiteres Stück Land wird abgegrenzt. Hier entsteht ein zusätzlicher Garten.

Dazu hat Lukas noch ein Gewächshaus mithilfe der Ndlovu Care Group auf seinem Grund errichtet. Hier setzt er eine neue Idee um: die hängenden Gärten.

Pflanztöpfe sind an einer langen Reihe vertikal aufgehängt. Hier werden Pflanzen für die Aussaat vorgezogen. So wird die Bewirtschaftung des Gartens effektiviert.

Lukas in seinem großen Garten mit Gewächshaus.

Dieses Pflanzsystem wird von der Ndlovu Care Group in großem Umfang angewendet. Zum einen benötigt man weniger Platz, da die Pflanzen nicht mehr in einer Reihe ausgesät werden. Zum anderen ist die Pflege und Ernte einfacher, denn die Gärtner können auch im Stehen arbeiten. Vielen insbesondere älteren Menschen kommt dies sehr entgegen. Ein dritter wichtiger Vorteil ist die effektive, sparende Bewässerung. Von oben nach unten läuft das Wasser durch die Töpfe. Weniger Wasser versickert überflüssig in der Erde.

Die hängenden Gärten sind bunt und fröhlich. Die Arbeit hier soll auch Spaß machen.

Fast alle dieser Pflanzkörbe haben eine farbenfrohe Bauchbinde. Diese nähten die Frauen der Gemeinde, um die Arbeit ein bisschen bunter und fröhlicher zu machen. Alle arbeiten hier zusammen mit dem einen großen Ziel: der Kampfansage an den Hunger.

Lukas hat seinem Garten sogar einen Namen gegeben: Tshaba Tlala.

Das heißt: Hunger MUSS weg.

 

Die Gewächshäuser der Ndlovu Care Group.
Die angestellten Gärtner verteilen die Ernte an Frauen aus dem Dorf.

Grüne Gärten: Wie läuft das Projekt Foodgardens?

Im letzten Jahr des Corona-Lockdowns wurde drängend klar: Der Hunger ist bedrohlicher als das Virus. Keine Arbeit für die Eltern, geschlossene Tagesbetreuung und Ernährungsstationen für die Kinder. Nahrungsmittel sind knapp. Erdrückende Armut überall. Ein Beispiel aus Elandsdoorn: Eine Wellblechhütte mit ca. 16 m2 (4×4 Meter), hier leben 11 Personen. 2 Frauen kümmern sich um 7 eigene Kinder und zwei Waisenkinder. Die einzige Einkommensquelle sind die staatlichen Kinderzuschüsse für die zwei Waisenkinder: umgerechnet ca. 25 Euro pro Monat.

Bittere Armut, der die Ndlovu Care Group den Kampf angesagt hat. Hugo Tempelman hat eine erstaunliche Fähigkeit. Sein Motto: Never waste a good crisis (Vergeude niemals eine gute Krise). Die Menschen dürfen aufgrund des Lockdowns nicht mehr zum Essen kommen, also kommt das Essen zu den Menschen.

Foodgardens als nachhaltige und beständige Hilfe

Für eine regelmäßige Belieferung mit Lebensmittelpaketen sorgte eine großangelegte Spendenaktion. Auch hier halfen die Unterstützer der Hugo Tempelman Stiftung tatkräftig. Um diese Hilfe in Nachhaltigkeit und Beständigkeit zu überführen dient da neue Projekt der Foodgardens.

Das Ziel: vielen Menschen die Selbstversorgung zu ermöglichen.
Der Weg: Gemüsegärten für jedes Haus anlegen.
Die Schwierigkeit: wenig bis keine Fähigkeiten und Erfahrungen im Anbau von Gemüse und eine große Wasserknappheit im Umland.

Die Gemüsegärten der Ndlovu Care Group, die jetzt nicht mehr täglich zur Essensversorgung der Stationen dienten, wurden umfunktioniert zu Setzlingsfarmen. Hier wurde Gemüse vorgezogen, dass dann an die Haushalte verteilt wird. Die Ndlovu Care Group Mitarbeiter wurden alle bei diesem umfangreichen Projekt eingesetzt: Anzucht der Setzlinge, Besuch aller Haushalte zur Vorbereitung der Gemüsegärten und Vermittlung der notwendigen Fertigkeiten, Errichtung der Gärten gemeinsam mit den Familien.

Insgesamt gibt es mittlerweile fast 2.000 Gärten. Mit der Unterstützung der Hugo Tempelman Stiftung und der Stiftung RTL: Wir helfen Kindern konnten davon insgesamt 750 Gärten angelegt werden.

Beautys Garten ist ein Vorzeigebeispiel

Auf unserer Reise im November haben wir uns vom Erfolg dieses Projekts überzeugen können. Überall grünende Gärten, um die sich die Menschen intensiv kümmern. Wir besuchten Beauty und ihre Familie. Seit der Vater starb, hat die Mutter für ihre vier Kinder allein zu sorgen. Beauty und ihre Schwester haben beide jeweils zwei kleine Kinder von älteren Männern, die aber die Vaterrolle nicht einnehmen. Die Frauen sorgen jetzt für neun Personen in der Familie. Durch die Schwangerschaften und die Kinderversorgung ist Beauty zunächst nicht weiter zur Schule gegangen. Dadurch fiel sie den Sozialarbeitern der Ndlovu Care Group auf, die sich von da an der Familie annahmen und unterstützen, wo sie nur können.

Der Garten, den Beauty und ihre Schwester bewirtschaften, wächst und gedeiht. Hier wachsen Salat, Kürbisse, Spinat, Tomaten und Möhren. Auch Mangobäume stehen auf dem Hof, die zum Schutz vor den Ziegen in kleinen Backsteintürmen geschützt stehen. Der Garten ist für die Familie eine so große Hilfe, dass jetzt sogar ein zweites Teilstück abgetrennt wird und ein weiterer Garten angelegt wird.

Die Mädchen haben keine Arbeit, aber sie haben Freude daran, sich um ihren Garten zu kümmern. Der Hof von Beauty und ihrer Familie ist außerordentlich gepflegt und geordnet angelegt. Die Sozialarbeiter berichteten, dass die Gärten nicht nur der Selbstversorgung dienen. Sie bringen auch Sinnhaftigkeit und Struktur in den oft antriebslosen Alltag der Menschen.

Wir haben uns davon überzeugt, dass dieses Projekt ein weiterer wichtiger Baustein der Hilfe zur Selbsthilfe ist.

Der große Garten von Beauty und ihrer Familie versorgt neun Personen.

 

Junge Mangobäume werden vor den Ziegen durch Steinmauern geschützt.

 


Beauty und ihr kleines Baby auf ihrem Hof.

Beautys Schwester und ihr Baby in ihrem kleinen gepflegten Garten. Dahinter wird bereits ein weiteres Stück für einen neuen Garten vorbereitet.

Gesundes Neues Jahr!

 

„Gonna take some time to do the things we never had”

Die Worte von Toto sendet uns der Ndlovu Youth Choir als Gedanken für das neue Jahr. Der Mut und die Entschlossenheit mit denen Hugo und seine Mitarbeiter alle Widrigkeiten überwinden sind auch für uns immer wieder inspirierend und motivierend. In diesem Sinne wünschen wir allen ein gesundes inspirierendes und motivierendes Jahr 2022!

 

[embedyt] https://www.youtube.com/watch?v=vGlRysFOyRY[/embedyt]

Danke

Im Namen der Kinder aus Elandsdoorn danken wir allen Unterstützer*innen, die uns in diesem Jahr geholfen haben, die Projekte der Ndlovu Care Group trotz globaler Corona-Krise aufrecht zu erhalten. Wir wünschen allen ein frohes, gesundes und unbeschwertes Weihnachtsfest. Und bleiben Sie gesund.

Die Kinder von Bloempoort

Bei unserem letzten Besuch im November besuchten wir auch den Minicampus in Bloempoort. Das Kinderzentrum umfasst neben der Vorschul- und Kleinkindbetreuung, Sportanlagen auch eine Ernährungsstation inklusive großem Nutzgarten. In der Ernährungsstation werden unterernährte Kinder regelmäßig mit den allernötigsten Nährstoffen versorgt. Es wird genau Buch geführt, wer wann mit welchem Gewicht zum ersten Mal zu Besuch kam. Innerhalb kürzester Zeit erreichen die Babys das Normalgewicht. Müttern bekommen gezeigt, worauf es ankommt. Was können sie auch zu Hause tun, um eine gesunde Ernährung sicherzustellen. Da viele nicht aus eigenen Mitteln ihren Kindern eine Grundernährung bieten können, ist der Minicampus in Bloempoort regelmäßiger Treffpunkt der Mütter mit Babys und Kleinkindern. So dient dieses Programm nicht nur allein dem Kindeswohl. Auch die Mütter erhalten hier Mahlzeiten und der Ort ist sozialer Treffpunkt.

Dies nutzt die Ndlovu Care Group, um Aufklärungsprogramme zu starten – jüngst die Bedeutung der Impfung im Kampf gegen das Corona-Virus. Wie auch wir in Deutschland hat man in Südafrika Bedenkenträger. Im Kampf gegen Unsicherheit, Vorurteil und Angst hilft nur Aufklärung, regelmäßiges Sprechen, Offenheit für Bedenken und Unterstützungsangebote.

Gemeinsamkeit in Spiel und Sport

Wir besuchten zwei Klassen. Alle Kinder wollten zeigen, was sie können. Während die Größeren in der Vorschule buchstabieren, setzt man bei den Jüngeren auf bewegtes Spiel. Wir beobachteten, dass sehr auf gemeinschaftliche Entwicklung und Achtung Wert gelegt wird. Für jeden wird geklatscht, wenn er seine Aufgabe erledigt hat. Zeigt es sich für ein Kind besonders herausfordernd und es benötigt mehr Zeit als andere, wird trotzdem gewartet, angefeuert, applaudiert. Eine gemeinsame Entwicklung steht im Vordergrund.

Hygienemaßnahmen gegen Corona sind allgegenwärtig

Die Hygienemaßnahmen werden vorbildlich umgesetzt. In geschlossenen Räumen haben die Kinder alle Maske getragen und entsprechend Abstand gehalten – mit Sicherheit keine einfache Situation. Aber die Kinder sind froh, dass die Programme der Ndlovu Care Group nach der Zeit des Lockdown wieder aufgenommen wurden und sie nun wieder regelmäßig diesen Ort besuchen können.

Damit das so bleibt, bitten wir Sie um Mithilfe. Die Programme der Ndlovu Care Group richten sich an die Ärmsten. Ihnen wird Hilfe und Unterstützung zuteil, ohne dass sie dafür zahlen müssen. Wir bitten um finanzielle Unterstützung, damit all diesen Kindern auch weiterhin diese Möglichkeit geboten werden kann. Das kann nur mit unserer Hilfe geschehen.

 

Spenden Sie, wenn Sie können an:

HUGO TEMPELMAN STIFTUNG

IBAN: DE21 1012 0100 0007 7770 06

Oder senden Sie Ihren Beitrag per Paypal an

spenden@hugo-tempelman-stiftung.de

 

Wir danken herzlich im Namen aller Kinder.

[embedyt] https://www.youtube.com/watch?v=7qZLH66KTD4[/embedyt]

In der Ernährungsstation werden unterernährte Kinder regelmäßig mit den allerdringendsten Nährstoffen versorgt.

 

Innerhalb kürzester Zeit erreichen die Kinder ein Normalgewicht.

 

In der Vorschule wird buchstabiert …

 

… während bei den Kleineren auf bewegtes Spiel gesetzt wird.

 

Der Ndlovu Minicampus ist sozialer Treffpunkt.

 

Müttern wird beigebracht, was zur Pflanzenaufzucht im eigenen Nutzgarten gehört.

 

Vorgezogene Setzlinge in der Ndlovu-Setzlingsfarm. Diese werden an die Familien für die eigenen Gärten ausgegeben.

 

Beschäftigung in der Grundschule – mit Maske.

 

Sport und Spiel auf beschattetem Spielplatz.

 

 

 

 

Das Ndlovu Forschungslabor – Gezielte Unterstützung zum perfekten Zeitpunkt dank Hugo Tempelman Stiftung und GIZ

Wir berichteten schon mehrfach über die großartige und erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Ndlovu Care Group, GIZ und Hugo Tempelman Stiftung. Nun haben wir auf unserer Reise vor 14 Tagen am eigenen Leib erfahren, wie wertvoll diese Hilfe ist. Durch die plötzlich die Welt ergreifende Panik vor OMIKRON wurde es essenziell, einen kurzfristigen PCR-Test zu erstellen. Für das Labor der Ndlovu Care Group kein Problem.

Die Besonderheit: Hier ist man auf umfangreiches Screening eingestellt. Die genommenen Proben werden nicht nur auf SARS-Cov-2 Viren untersucht. Parallel wird gleichzeitig auf HIV 1 und 2 getestet und auf RSV. RSV fand in jüngster Zeit gerade in Deutschland unter Kindern eine enorme Verbreitung.

Dies ist die Art, wie in Südafrika Forschung betrieben wird. Möglichst viel Informationen generieren, um möglichst schnell Zusammenhänge zu erkennen.

Dank der großzügigen Unterstützung der GIZ, die Hugo Tempelman ein Sequenziergerät für die Forschung zur Verfügung stellte, werden genau in diesem Labor im ruralen Südafrika mitten im Nirgendwo weltweit wichtige Studien durchgeführt. Das Ndlovu Research Center ist eines der wenigen Labore in Südafrika überhaupt, das die Sequenzierung eines Genoms überhaupt vornehmen können.

Im aktuellen Fall der OMIKRON-Variante ist dieses Gerät unerlässlich, um die Beobachtungen, die Bedeutung für das Geschehen auf der ganzen Welt haben, erforschen zu können.

Und es kam genau zum richtigen Zeitpunkt: Keiner konnte im August bei der Übergabefeier des Untersuchungsgeräts ahnen, welche essenzielle Rolle es bereits im Herbst einnehmen würde.

Den südafrikanischen Forschern ist zu danken für ihre Arbeit, die Transparenz und Unmittelbarkeit im Informationsfluss.

 

Wir berichteten bereits über das Forschungslabor:

Das Ndlovu Forschungszentrum dank GIZ und Hugo Tempelman Stiftung im Aufwind

GIZ als Partner im Kampf gegen Corona-Pandemie

Hugo Tempelman: Expertenmeinung zur aktuellen Covid-Situation und sozialen Einschränkungen

 

 

 

Internationaler Tag der Menschen mit Behinderungen

Am 3. 12. ist der internationale Tag der Menschen mit Behinderungen. Das Bewusstsein für die Probleme der Menschen mit Behinderungen ist auch bei den Projekten der Hugo Tempelman Stiftung stets präsent.

Ende November – bevor Omikron anfing, die Welt in Atem zu halten ­– waren einige Stiftungsvertreter nach langer Zeit wieder vor Ort. Die Hilfe, die wir bisher hier geleistet haben, wirkt punktgenau und effektiv. Es gibt so viele Kinder, die im Rahmen des Projekts Hilfe, Unterstützung, Förderung bekommen haben.

Wir hörten Geschichten, dass volkstümlicher Glaube an Hexenflüche und Bestrafung das Leben gehandicapter Kinder oft unwürdig machen. Als „not the chosen child“ werden sie oft noch in Familien versteckt und als Belastung behandelt.

Aufklärung, Angebote, Förderung, Hilfe – das alles bietet die Ndlovu Care Group mithilfe der Hugo Tempelman Stiftung an. Familien können die Betreuungsangebote ganz regelmäßig in Anspruch nehmen. Aufgrund der strikten Hygienemaßnahmen jedoch wurden die Gruppen geteilt, sodass weniger Kinder in einer Gruppe sind, diese aber dafür nur jeden zweiten Tag in die Betreuung kommen können.

Aber auch Besuche zu Hause und Unterrichtung der Eltern im Umgang mit den Kindern gehören zum Programm. Daneben steht auch die gesunde Ernährung der Kinder im Fokus. Gemeinsam mit den Sozialarbeitern der NGO werden Gemüsegärten bei den Familien zu Hause angelegt und die Mitglieder werden in der Pflege der Pflanzen unterwiesen.

Es ist so wichtig, diese Arbeit weiterzuführen. Die Behandlung der Kinder ist für die Familien kostenfrei und wird durch Spenden an die NGO unterstützt. Im letzten Jahr konnten aufgrund der Corona-Situation nicht so viel finanzielle Mittel aktiviert werden, gleichzeitig mussten enorme Einschnitte aufgrund des Lockdowns hingenommen werden.

Aus diesem Grund konnte nur eines der beiden zur Verfügung stehenden Betreuungszentren wieder in Betrieb genommen werden. Wir setzen alles daran, das zweite Zentrum wiederzueröffnen.

Wichtig ist hier die Kontinuität. Schwer zu ertragen ist die Enttäuschung der Kinder, wenn man aufgrund finanzieller Lücken die Tore geschlossen halten muss, weil beispielsweise für Personal kein Geld da ist.

Wenn auch Sie helfen wollen, dann ist jede Spende sehr willkommen unter

HUGO TEMPELMAN STIFTUNG

IBAN: DE21 1012 0100 0007 7770 06

Oder senden Sie Ihren Beitrag per Paypal an

spenden@hugo-tempelman-stiftung.de

 

Wir danken herzlich im Namen aller Kinder

 

[embedyt] https://www.youtube.com/watch?v=La7KXLHdOKM[/embedyt]

Hugo Tempelman zur OMIKRON-Erforschung bei Ndlovu

„Omikron hat Einzug gehalten in das Leben der ganzen Welt

Angst, Ungewissheit, Schnellschüsse, Wissenschaft und Politik, jeder hat seine Meinung, aber die wirklichen Fakten, Daten und vor allem die kommenden Wochen werden entscheiden, was sich ändern wird.
Wie mit dieser Variante umzugehen ist, hat noch viele Unsicherheitsfaktoren, die uns erst die Wissenschaft und die Erfahrung zeigen werden.
Zum jetzigen Zeitpunkt können wir feststellen, dass jeder positive PCR-Test hier bei uns in den Ndlovu-Laboren die Omikron-Variante ist.
Es ist erschreckend zu sehen, wie schnell die Delta-Variante von dieser neuen Mutation überholt wurde.

Beängstigend…?

 

Nein, das glaube ich nicht, reine Wissenschaft und gute Informatik werden uns die Antworten liefern.
Die Ndlovu Care Group ist unglaublich stolz darauf, dass wir durch genetische Studien, die hier in unserem Labor in den ländlichen Gebieten von Limpopo durchgeführt werden, zu dieser Diskussion beitragen können.

Dies wurde durch viele Beteiligte ermöglicht: die Bergbauindustrie in Südafrika, niederländische Wissenschaftler der Universität Utrecht, die uns unterstützen, und die GIZ, die deutsche Entwicklungszusammenarbeit.

 

Die Tage sind hektisch und meist zu kurz, es gibt viel zu tun und zu erreichen, aber dank all unserer Mitwirkenden, Sponsoren und der Unterstützung, die wir erhalten, kann die Ndlovu Care Group eine aktive Rolle dabei spielen, Klarheit zu schaffen, nach der die ganze Welt verlangt.“

***** OMIKRON in Südafrika – eine Expertenmeinung *******

Omikron – die neue Variante des Covid-Virus hält die Welt in Atem. Als jemand, der an erster Quelle sitzt, kann Hugo eine qualifizierte Aussage über die aktuelle Situation treffen.
Ja, die neue Variante ist da,
nein, man kann noch nicht viel über ihre Auswirkung sagen,
aber man ist wachsam und konnte durch die gute Ausstattung der Labore im Land sehr früh Warnungen in die Welt senden.

Hugo kann deshalb so verifiziert und verlässlich Auskunft zu Virus und Variante geben, da er dank der erstklassigen Ausstattung des Ndlovu Research Labores zu einem der wenigen Forschungslabore im Lande gehört. Wie es dazu kam erzählt er hier:

Wichtig ist, aufmerksam Forschung und Beobachtung zu betreiben und schnell Konsequenzen zu ziehen. Falsch ist wegen Ominkron kopflos in Panik zu reagieren.

Die Ndlovu Care Group wurde als teilnehmendes Labor im National Surveillance Network for Variant Studies akkreditiert. Damit haben wir dank Hugo einen Kontakt in die vorderste Reihe der Informationen bezüglich der Virus- und Variantenforschung.

Sobald es Neues gibt, werden wir berichten.

Wie Nldlovu den Kampf gegen Covid mit dem Impfprogramm unterstützt erfahren Sie hier:

Ndlovu Care Group ist öffentliches COVID19-Impfzentrum

Ndlovu Care Group mit bereits 50.000 Impfungen im ersten Monat

Impfprogramm der Ndlovu Care Group: „VacciNation“ ist das Schlagwort

Impfprogramm für Jugendliche in Südafrika gestartet