PowerGirls an allen Tagen!

PowerGirls ist ein Programm, das junge heranwachsende Frauen unterstützen möchte.

Auch das Thema der Monatshygiene spielt hier ein entscheidende Rolle. Die jungen Mädchen bleiben einmal im Monat eine Woche zu Hause, weil einfach kein Geld vorhanden ist, binden zu kaufen. Während ihrer Periode kommen die Mädchen oft einfach gar nicht in die Schule und versäumen so enorm viel Unterricht.

Die Ndlovu Care Group erreichte in den letzten Tagen eine Lieferung von 384.000 Packungen Monatsbinden. Diese werden an die Mädchen verteilt, um so einen regelmäßigen Schulbesuch auch während der Periode sicherzustellen.

Die Würde der Mädchen ist ein fundamentaler Bestandteil des PowerGirls-Programm. 

Nikki Adler, Boxweltmeisterin, gründet mit Hugo Tempelman Stiftung Boxschule für Mädchen

Als Teenager begann Nikki Adler mit dem Boxsport und versprach sich selbst schon ganz zu Beginn: „Wenn ich eines Tages Weltmeisterin werde, baue ich eine Schule in Afrika.“ Profiboxerin Nikki Adler (32) gewann in ihrer außergewöhnlichen Karriere sechs WM-Titel, darunter den goldenen WBC Gürtel im Supermittelgewicht.

 

Insbesondere für Mädchen kann das Boxen eine ganz neue Welt eröffnen. Südafrika hat eine der höchsten Vergewaltigungsraten der Welt. Die Frauen zu stärken, ihr Selbstbewusstsein zu fördern

und ihnen zu zeigen, wie sie sich selbst zu ihrem eigenen Schutz verteidigen können, liegt Nikki Adler besonders am Herzen. „In Deutschland musste ich für meinen Traum in einer Männerdomäne schon hart kämpfen, aber diese Voraussetzungen für ein selbstbestimmtes Leben sind noch einmal so viel härter und ungerechter. Dies ist der richtige Ort, um mein Versprechen einzulösen.“

 

Anfang des Monats besuchten einige Stiftungsmitglieder zusammen mit Nikki die Ndlovu Care Group in Elandsdoorn um sich einen ersten Eindruck zu verschaffen. Nikki war begeistert vom gesamten Konzept, den Örtlichkeiten und vor allem den Menschen, die hier leben. So war es gar keine Frage mehr, ob sie sich hier engagieren möchte. Vielmehr war die Frage, wann es losgehen kann.

 

Nikki begann sofort eine Ausbilderin für Mädchen vor Ort zu suchen, um diese anzulernen. Charlotte, deren Weg wir bereits seit vielen Jahren begleiten, stellte sich sofort zur Verfügung.

 

Die beiden verstanden sich auf Anhieb. Charlotte absolvierte vor Ort die ersten Trainingsstunden mit Nikki zusammen. In Zukunft sollen dann regelmäßige Trainings- und Ausbildungseinheiten per Video erfolgen. Und Charlotte gibt dann ihr Wissen vor Ort an die Mädchen weiter.

 

Hugo Tempelman ist begeistert von dem Projekt: „Wenn man sich umsieht in Afrika, dann ist es immer die starke Frau, die Afrika trägt. Es gibt aber so viel Unrecht gegen Frauen. In der Gegend wo wir leben, haben junge Mädchen unheimlich viele Probleme mit Vergewaltigung, Missbrauch und fehlendem Respekt. Mit Nikki haben wir gelernt, dass Boxen nicht nur ein Kampfsport ist, sondern auch ein Verteidigungssport. Wenn wir gemeinsam so ein Programm anfangen mit so einem Profi im Team, dann ist das großartig.“

Charlotte, Hugo, Vivi Eickelberg und Nikki Adler beim Boxtraining.

Nikki und Charlotte begannen umgehend mit den ersten Trainingseinheiten.

Charlotte gibt das Erlernte direkt an die jungen Frauen weiter.

Charlotte und Nikki sind das perfekte Team.

 

 

Mädchenförderung im Sport

Die Ndlovu Care Group hat bei der Sportförderung von Kindern auch ganz besonders die Mädchen in den Focus genommen. So wurde beispielsweise eine eigene Mädchen-Fußballmannschaft gegründet.

Und während sich das Land nun auf die Ausrichtung der Internationalen Netball Meisterschaften freut, bereitet man sich in Limpopo auf ganz eigene Art vor. Das Ndlovu Fitness Center veranstaltet die Moutse Netball League auf dem Elandsdoorn Cruyff Courts.

Letzte Woche eröffneten die Dennilton Mighty Stars gegen die Ndlovu Bloempoort Netball Girls und gewannen mit einem Spielstand von 23:20.

 

Girl’s Day auch in Elandsdoorn

Passend zum gestrigen Girl’s Day können wir Erfreuliches aus Elandsdoorn berichten. Das Ndlovu Sports Program veranstaltet ein reines Mädchen-Fußball-Turnier in Mpheleng. Die Popularität des Sports – gerade unter Mädchen – nimmt immer mehr Fahrt auf. Die Freiwilligen, die das Ndlovu Sports Program unterstützen, haben alle Hände voll mit enthusiastischen Nachfragen zu tun. Die Volontärin des Freiwilligendienstes aus Bad Vilbel, Lena, coached und berät das Team und feuert natürlich auch kräftig an. Vielen Dank für Deinen Einsatz, Lena!

Die Förderung von Mädchen ist ein besonderes Anliegen der Ndlovu Care Group und der Hugo Tempelman Stiftung. Wir treten dafür ein, dass Mädchen und junge Frauen ein selbstbestimmtes Leben führen können. Das Engagement in den sozialen Angeboten der Ndlovu Care Group wie: Chor, Theatergruppen oder auch Sportvereine, fördern das Selbstvertrauen und den Teamgeist – wichtige Voraussetzungen für ihr weiteres Leben.

Neues von Charlotte

Für ihre Ausbildung zur Krankenschwester tut Charlotte alles, was möglich ist. Neben ihrer Praktikumsarbeit in der Notaufnahme im Krankenhaus in Pretoria belegt sie viele zusätzliche Weiterbildungskurse. Und das, obwohl im vergangenen Monat ihr Nachtschichtdienst gestartet ist.

So absolvierte sie beispielsweise in einem Monat folgende Prüfungen zur richtigen Verhaltensweise bei:

Beatmung und Wiederbelebung

Sexueller Missbrauch

Kinderrecht und damit zusammenhängende Rechtsfragen

Triage also Ersteinschätzung in der Notaufnahme.

Als Ersthelfer in der Notaufnahme benötigt Charlotte viel Fingerspitzengefühl, Einfühlungsvermögen und vor allem auch Sachkenntnis, um den Patienten in ihrer Notsituation Sicherheit zu geben. Charlotte ist dafür die beste Person.

Bei diesem hohen Arbeitspensum und den extremen Arbeitszeiten war es wichtig, dass Charlotte eine Wohnung in der Nähe der Klinik findet. Vor einiger Zeit nun ist sie bei einer sehr netten kleinen Familie eingezogen. Sehr zu ihrer Erleichterung! Nun hat sie nur wenige Gehminuten zum Krankenhaus, das ist besonders bei den Nachtschichten von Vorteil.

Wir freuen uns immer sehr über Charlotte berichten zu können, denn obwohl ihr Leben so schwer begann, macht sie einen richtigen Erfolg daraus. Durch viel Fleiß und Arbeit. Ein Vorbild für viele andere.

Charlotte und ihre Lernschwestern.

 

Charlottes berührende Geschichte

Im vergangenen Jahr lernte Clemens Schick die junge Elandsdoornerin Charlotte kennen. Ihre Geschichte bewegte ihn und uns sehr. Wir haben größten Respekt vor diesem Mädchen, das sich nach dem Tod der Mutter allein durchs Leben schlagen musste. Mittlerweile ist Charlotte im Kinderhilfsprogramm der Ndlovu Care Group aufgefangen und eingebettet. Von hier aus macht sie erfolgreich ihren Weg. Ihre Geschichte schildert sie eindringlich und ergreifend in folgendem kleinen Beitrag.

Mehr über Charlotte lesen Sie hier:

Charlotte – Eine Gewinnergeschichte mit Höhen und Tiefen

Charlotte wird Rettungsassistentin

Ein Rekordbrecher aus Elandsdoorn!

Es gibt Neuigkeiten von Charlotte: Gleich zu Beginn des Jahres musste sie eine Reihe von strengen Tests durchlaufen, die feststellten, ob sie körperlich stark genug, um die Feuerwehr- Ausbildung zu den geforderten Standards zu absolvieren. Mit ihrer üblichen Entschlossenheit ist Charlotte das nicht nur mit Bravour gelungen, sie brach sogar den Rekord. Sie beendete den sehr schweren Dauertest – Laufen in voller Montur – in der schnellsten Zeit, die bisher eine Frau gelaufen ist!
So überrascht uns Charlotte einmal mehr und immer wieder. Wir sind davon überzeugt, das Charlotte ihren Weg erfolgreich weitermacht.

Charlotte hat ihre Ausbildung zur Rettungsassistentin erfolgreich abgeschlossen

Letzte Woche hat Charlotte ihren Rettungsassistenten-Kurs am SRQ Ambulane Training College mit Auszeichnung abgeschlossen. Am 12. Dezember wird sie ihr Zertifikat erhalten, und als Mitglied des Health Professions Council of South Africa ernannt werden.

Während des intensiven Kurses musste Charlotte eine Anzahl medizinischer Situationen meistern. Sie wurde getestet, ob sie in echten Notsituationen schnell und korrekt agieren und Entscheidungen treffen kann. Die Beurteilung einer Situation ist entscheidend für eine kalkulierte Reaktion, und wenn die Auszubildenden  in einem einzigen Schritt der Bewertung scheitern, bekommen sie keinen Abschluss.

Charlotte gab zu, vor dem Test unglaublich aufgeregt und nervös zu sein. Sie war wahnsinnig erleichtert, als sie hörte, dass sie bestanden hatte.

 

Wir verfolgen Charlottes Weg schon eine Weile. Sie hatte einen sehr schweren Start ins Leben, als sie ihre Mutter mit neun Jahren an AIDS verlor und ganz allein zurückblieb. Sie fand Unterstützung bei der Ndlovu Care Group und Hugo Tempelman. Wir freuen uns, seither von ihren erfolgreichen Schritten auf ihrem Weg berichten zu können. Wir haben weiterhin ein Auge auf Charlotte und werden verfolgen, wie es mit ihr weitergeht.

 

Lesen Sie  mehr über Charlotte:

Charlotte – Eine Gewinnergeschichte mit Höhen und Tiefen

 

 

Charlotte wird Rettungsassistentin

Charlotte Biotumelo ist seit gestern offiziell für eine Ausbildung zur Rettungsassistentin am SRQ Ambulance Training College eingeschrieben. Wir berichteten bereits mehrfach über, die eine ausgezeichnete Sängerin im Ndlovu Youth Choir ist. Sie war im vergangenen Jahr eine der beiden Auserwählten der Sapinda Rainbow Foundation, die im Clipperroundtheworld-Rennen teilnehmen durften. Das ist eine prägende Erfahrung für die Jugendlichen und der Ndlovu Care Group ist besonders daran gelegen, dass diese Jugendlichen nicht zurückkehren und in ein tiefes Loch fallen. Die Erlebnisse, die sie auf dieser Reise haben, die vielen unterschiedlichen Menschen und die anderen Lebensumstände, die sie hier kennenlernen, eröffnen den Teilnehmern eine ganz andere Welt, als ihre Realität es zu Hause widerspiegelt. Deswegen werden die Teilnehmer durch Sozialarbeiter im Nachgang mehrere Jahre betreut, die ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Sie sollen helfen, den Jugendlichen einen Weg zu zeigen, ihre Erfahrungen sinnvoll in der Gemeinde einzubringen und sich persönlich weiterzuentwickeln, zu nutzen, was sie auf ihrer Reise gelernt haben.

So stand Charlotte der Sozialprojektkoordinator Ntombi zur Seite und sorgte auch mit unerbittlichen Mühen dafür, dass Charlotte sich in die entsprechenden Kurse einschreiben konnte. Zu Beginn absolviert  sie einen 5-wöchigen Kurs zur Rettungsassistentin, wo sie Kenntnisse in Erster Hilfe erlangen wird. Dieses Basic Ambulance Assistant Programm (BAA) richtet sich an Personen, die eine Karriere im Emergency Medical Services (EMS) anstreben, und dient hierbei als Einstiegsqualifikation.

Zusätzlich wird Charlotte einen 10-wöchigen Kurs in Brandschutzbekämpfung absolvieren. Dieses Training erhöht ihre Chancen, in dem weiten Feld der Unfallhilfe eine Beschäftigung zu finden.

Wir drücken Charlotte die Daumen und werden ihren Weg weiter verfolgen.

Lesen Sie mehr über Charlotte unter:
Charlotte – Eine Gewinnergeschichte mit Höhen und Tiefen

3. Tag unsere Südafrikareise

Die Matrosen sind zurück!

CHAMPs auf Großer Fahrt!

3. Tag unsere Südafrikareise

Der Tag begann heute mit einem Besuch in der Klinik des Ndvolu Medical Centers. Hugo Tempelman hat uns gezeigt wie ein „üblicher“ Patientenbesuch aussieht. Von der Anmeldung bis hin zur jeweiligen Untersuchung.

Pro Tag kommen bis zu 200 Patienten. Es sind im Augenblick ca. 4000 Patienten dauerhaft in Behandlung.

Neben dieser Gesamtleistung sind es auch die Details, die mich beeindrucken: dass alle Röntgenuntersuchungen, zum Beispiel im Falle eines Tuberkuloseverdachts, digital erstellt werden, um bei Unsicherheit der Diagnose, diese nach Holland an eine kooperierende Universität schicken zu können.

Wir haben die neue audiologische Abteilung besucht. Durch diese neue Abteilung ist mittlerweile gewährleistet, dass jedes Kind bis zum 10. Tag nach seiner Geburt audiologisch untersucht wird. Bei Kindern HIV-positiver Eltern ist die besonders wichtig.

 

Danach habe ich Charlotte zu Hause besucht. Wir waren zum Lunch verabredet. Sie ist 23 Jahre alt, sehr aktiv im NMC zum Beispiel beim Kickboxen, Netball etc. Sie lebt alleine im Haus ihrer Mutter, welche gestorben ist als Charlotte 9 Jahre alt war. Ich bin zutiefst berührt, sogar erschüttert, wie jemand mit einem so ungerecht harten Schicksal, wie sie es erleben musste, so aufrecht, würdevoll, liebevoll und mutig umgeht.

Sie bekommt keine staatliche Unterstützung, ist oft von den Ernährungspaketen von Ndlovu abhängig und sagt zu mir:

„Obwohl ich oft hungrig aufwache, versuche ich den anderen ein Lächeln zu schenken, weil ich den anderen Kindern hier ein Vorbild sein will, dass man auch ohne Eltern und hungrig, etwas aus seinem Leben machen kann.“

 

Mir fehlen dazu die Worte.

 

Wieder sehr viele Eindrücke.

Gute Nacht zusammen.

 

Clemens

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Charlotte und Clemens vor ihrem Haus, in dem Charlotte allein wohnt, seit sie 9 Jahre alt ist und ihre Mutter starb.

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Charlotte erzählt uns ihre bewegende Geschichte.