Jahresrückblick 2017

Wenn wir wahren Frieden in der Welt erlangen wollen, müssen wir bei den Kindern anfangen.

Diese Worte Mahatma Gandhis sind das Motto der Arbeit von Hugo Tempelman, seiner Ndlovu Care Group und damit auch der Hugo Tempelman Stiftung.

Und in diesem Sinne haben wir auch im vergangenen Jahr die Kinder- und Jugendprogramme der Ndlovu Care Group unterstützt. Unter anderem:

Im Januar war in Bloempoort im neuen Ndlovu Minicampus der erste Schultag. Durch die großzügige Spende von Bild hilft e.V. „Ein Herz für Kinder“ konnte die Hugo Tempelman Stiftung dieses umfassende Projekt maßgeblich finanziell unterstützen.

Und wie man das von Hugo und seiner Ndlovu Care Group kennt, ist Müßiggang ihre Sache nicht. Kurz darauf begannen nämlich auch schon die Bauarbeiten für die Computerschule des Minicampus. Diese konnte größtenteils finanziert werden mit der Hilfe von ENERGETIX und Stiftung RTL „Wir helfen Kindern“.

Auch in diesem Jahr sind wir den vielen ENERGETIX-Mitstreitern dankbar, die regelmäßig dafür sorgen, dass wir die zahlreichen Kinderprojekte der Ndlovu Care Group tatkräftig unterstützen können. Bei all den neuen Projekten darf man nicht vergessen, dass auch bestehende Projekte wie das Ndlovu Child Care Program für Waisen und traumatisierte Kinder beständig finanzielle Unterstützung brauchen. Hierbei können wir immer auf unsere Freuende von ENERGETIX zählen. Ob sie sich körperlich engagieren und beim Gutenberg Marathon im Frühjahr regelmäßig eine große Spendensumme erlaufen oder uns zur Katalogpräsentation im August mit einer großzügigen Jahresspende unterstützen, alles kommt den Kindern in Südafrika zugute.

Ein großes Thema in diesem Jahr war die Aufnahme der Arbeit mit behinderten Kindern. Dank Bild hilft e.V. „Ein Herz für Kinder“ konnte die Hugo Tempelman Stiftung die Anschaffung eines Transportbusses, der noch behindertengerecht umgebaut werden musste, zur Verfügung stellen. Eine enorme Erleichterung für die Familien, denn nun können die Kinder und ihre Begleitperson täglich ins Tageszentrum abgeholt und sicher wieder nach Hause gebracht werden. Ein Service, der die Behandlungsbereitschaft erheblich unterstützt.

Allen die uns so tatkräftig unterstützen nochmal ein ganz großes Dankeschön.

Auch im kommenden Jahr warten viele Projekte, auf deren Umsetzung wir gespannt sind.

So haben unser Vorstandsmitglied Helge Sasse gemeinsam mit Ralf dem Chorleiter und Rachel Faro, einer amerikanischen Produzentin, zusammen mit den Mitgliedern des Chors in diesem Jahr eine CD aufgenommen, die 2018 veröffentlicht wird.

Ein weiteres großes Projekt wurde ebenfalls von einem unserer Vorstandsmitglieder maßgeblich initiiert: Radio Ndlovu. Dank Victor Worms, seinen guten Kontakten und profunden Kenntnissen, möchte die Hugo Tempelman Stiftung es der Ndlovu Care Group ermöglichen, ihr eigenes Radioprogramm zu starten. Dies hat nicht nur den Vorteil der unmittelbaren Informationsverteilung – denn das Radio ist in Südafrika ein wichtiges Informationsmedium. So können präventive Aufklärung aber auch Informationen über Termine und Versammlung sehr leicht in der weitverzweigten Gemeinde verbreitet werden. Daneben möchten wir mit diesem Angebot natürlich auch Arbeits- und Ausbildungsplätze erschaffen. Ein Projektplan diesbezüglich wird gerade erstellt. Das Equipment, ein komplettes Studio, steht schon zum Abtransport nach Südafrika bereit. Gespendet wurde dies von Regiocast, einem deutschen Medienunternehmen mit Beteiligungen an Hörfunksendern, Hörfunkvermarktern und weiteren Dienstleistungsunternehmen aus dem Medienbereich.

Außerdem haben wir mithilfe von Stiftung RTL „Wir helfen Kindern“ und ENERGETIX noch das Budget für einen Sportplatz an der Ndlovu Vorschule in Tholulwazi. Auch dieser wird im kommenden Jahr eröffnet.

Generell können die laufenden Kosten für den Minicampus in Bloempoort für zwei weitere Jahre sichergestellt werden – durch die großzügige Unterstützung von Judith Dommermuth.

Als Highlight des kommenden Jahres freuen wir uns, dass das World Doctors Orchestra zugunsten der Hugo Tempelman Stiftung im kommenden Sommer ein Benefizkonzert gibt. Alle Einnahmen werden den Kinderprojekten der Ndlovu Care Group zugeführt.

Von Bild hilft e.V. „Ein Herz für Kinder“ haben wir die Zusage der Finanzierung für zwei weitere Behindertenzentren. Hier fehlt allerdings die Sicherung der Betriebs- und vor allem der Personalkosten. Im Moment setzen wir alle Kräfte daran, hierfür Unterstützung zu erhalten. Gelingt dies, kann im kommenden Jahr mit dem Bau von noch zwei weiteren Rehabilitationszentren in Elandsdoorn und Umgebung begonnen werden.

Wir freuen uns, wenn Sie uns auch im nächsten Jahr weiterhin unterstützen. Jeder Cent ist willkommen für die Kinderhilfsprojekte.

Auch das kommende Jahr werden wir wieder unsere ganze Kraft und Aufmerksamkeit den Kindern widmen. Unser Ziel ist es, ihnen in ihrer Heimat ein lebenswertes Umfeld zu erschaffen und ihnen so die Grundlage für eine hoffnungsvolle Zukunft zu ermöglichen. Helfen Sie uns dabei!

Wir wünschen allen Freunden und Unterstützern ein erfolgreiches und spannendes Jahr 2018.

Frohe Weihnachten

Gegenseitige Unterstützung ist gerade für Menschen mit geistiger und körperlicher Behinderung von unschätzbarem Wert.

In diesem Jahr hat Hugo Tempelman und seine Ndlovu Care Group viel dafür getan, dass sich die Lebensumstände dieser Kinder und ihrer Familien verbessern. Ihnen wird nun nicht nur eine lang benötigte Behandlung teil, sondern sie sind jetzt auch in der Gemeinschaft integriert.

Das ist nicht selbstverständlich, denn behinderte Kinder werden in der Gemeinschaft oft versteckt. Es wird als Fluch angesehen, als Strafe für böse Taten, wenn man ein behindertes Kind zur Welt bringt. Das ist der Grund, warum behinderte Kinder und deren Familien oft ausgestoßen sind und ins soziale Abseits geraten.

Doch nun durch das neue Rehabilitationsprogramm der Ndlvou Care Group haben sie zum ersten Mal ein Weihnachtsfest, bei dem sie wertvoller Teil einer Gemeinschaft sind.

In diesem Sinne wünschen wir allen ein frohes und friedvolles Weihnachtsfest.

Der Weihnachtsmann vergisst niemanden Teil 2

Nicht nur die Kinder des Ndlovu Rehabilitationszentrums hatten in der vergangenen Woche ihre Weihnachtsfeier, sondern auch die anderen Kinder des Ndlovu Child Care Programms.

200 Kinder nahmen an den Feierlichkeiten im Miracle Theater teil. Das Highlight der Veranstaltung waren natürlich die Geschenktüten, die es für jedes Alter gab.

Rachel – die ehemals im Chor gesungen und danach eine Ausbildung zur Krankenschwester erfolgreich abgeschlossen hat – arbeitet nun Vollzeit im Ndlovu Rehabilitationszentrum Jorishaus. Sie leitet die Kinder an, einen kleinen Chor zu bilden und zusammen zu singen. Alle waren ziemlich aufgeregt aber auch so engagiert, dass die Begeisterung sofort auf das Publikum übersprang und gemeinsam viele Lieder gesungen wurden. Das war ein fantastisches Erlebnis.

Und natürlich kam auch der Weihnachtsmann, was die ganz Kleinen zunächst äußerst zurückhaltend und skeptisch betrachteten. Aber als die ersten Kinder ganz tolle Geschenke erhielten, schlug die Zurückhaltung sehr schnell in Aufregung um und jeder wollte sein eigenes Geschenk vom Weihnachtsmann bekommen.

Ein tolles Erlebnis für die Kleinen, die in ihrem Leben bisher nicht so viel Glückliches erlebt haben.

Der Weihnachtsmann vergisst niemanden

Gestern gab es einen großen Weihnachtsauftritt für die Kinder mit Behinderung aus dem Ndlovu Care Group Rehabilitationszentrum Jorishaus. Wohl das erste Mal in ihrem Leben, waren sie Teil einer Aufführung und jedes Kind durfte eine Rolle übernehmen – und sei es auch nur zauberhaft wie ein kleiner Engel auszusehen. Das haben alle ganz wunderbar gemacht.

An dieser Stelle zeigt sich wieder, dass das Engagement, das Hugo und seine Ndlovu Care Group in diesem Jahr im Bereich der Behindertenförderung aufgenommen hat, nötig war. Diese Kinder haben nun ein Weihnachtsfest in einer Gemeinschaft, in der es für sie vorher keinen Platz gab. Und das ist es doch, worum es an Weihnachten geht: der Zusammenhalt unter den Menschen.

Deswegen sollen auch zwei Weitere dieser Zentren in der Umgebung entstehen. Hierfür werden noch Gelder gebraucht. Soziale Projekte bekommen in Südafrika keine finanzielle staatliche Unterstützung. Daher sind wir auf weitere Spenden angewiesen.

Weitere Hintergrundinformationen zu behinderten Kindern in Südafrika und das Jorishaus der Ndlovu Care Group:
Behinderte Kinder in Südafrika
Das Jorishaus der Ndlovu Care Group – ein Rehabilitaionszentrum für behinderte Kinder
Bemerkenswerter Erfolg für das Behinderten-Rehabilitationszentrum Jorishaus
Spannende Zeiten für die Kinder aus dem Jorishaus

Große Eröffnung des Johan Cruyff Sportplatzes im Mini Campus in Bloempoort

Zu Beginn des Jahres 2016 konnten wir über das großartige Vorhaben Hugo Tempelmans berichten, die Gegend um Elandsdoorn strukturell weiterzuentwickeln. In Bloempoort sollte nach dem Vorbild Elandsdoorn ein weiterer sozialer Kernpunkt in der ländlichen Limpopo-Gegend erschaffen werden. Für dieses Vorhaben konnte Hugo viele internationale Unterstützer begeistern. So half neben der Hugo Tempelman Stiftung und Energetix auf BILD hilft e.V. „Ein Herz für Kinder“ und sicherte finanzielle Hilfen zu. (Siehe: https://hugo-tempelman-stiftung.de/ein-grosses-herz-fuer-kinder/)

Das wichtigste auf diesem Weg: die Wasserstelle. Ein Bohrloch, das den Menschen der Umgebung freien und schnellen Zugang zu sauberem Trinkwasser ermöglicht. Kurz darauf war im Februar auch schon die Grundsteinlegung des neuen Mini-Campus (Siehe: https://hugo-tempelman-stiftung.de/grundsteinlegung-des-neuen-mini-campus/)

Die Eröffnungsfeier im Oktober war ein großes Fest, an dem sich auch die Stammesoberhäupter der Umgebung beteiligten. (Siehe: https://hugo-tempelman-stiftung.de/from-cradle-to-adulthood/)

Und seitdem geht es – wie von Hugo geplant, Schlag auf Schlag vorwärts. Der Zulauf für die schulischen Einrichtungen ist enorm, in der im September dieses Jahres eröffneten Computerschule bekommen 150 Schüler Unterricht. (Siehe: https://hugo-tempelman-stiftung.de/eroeffnung-der-computerschule-in-bloempoort/)

Und nun bereitet man sich seit Wochen auf einen weiteren Meilenstein in der Geschichte des Bloempoort Mini Campus‘ vor. Auf die Eröffnung des neuen Johan Cruyff Sportplatzes. Cruyff Sportplätze sind speziell konstruiert, insbesondere abgestimmt auf die Bedürfnisse der Jugendliche anders als normale Fußballfelder. Im Fokus steht, Spaß zu haben und gleichzeitig auch was zu lernen.

Das Ndlovu Team arbeitet mit voller Geschwindigkeit an der Vorbereitung der großen Eröffnung am 25. November. Alle halfen mit. Es ist ein schwieriges Gelände auf dem der Sportplatz entstanden ist, aber nun erstrahlt er in bunten Farben, freundlich und gepflegt.

       

Neben dem Cruyff Sportplatz entstand auch unmittelbar auf dem Campus ein Spiel- und Sportplatz für die ganz Kleinen. Der Mini Campus ist so gut es geht mit Bäumen bepflanzt, die schattige Plätzchen bieten. Die niederländischen Volontäre, die derzeit bei Ndlovu arbeiten, schlugen vor hier ein Spielareal einzurichten, das nicht nur die geistige Entwicklung stimulieren wird, sondern auch für die physische und soziale Entwicklung von entscheidender Bedeutung sein kann. Jedes der Spiele ist speziell für die optimale Entwicklung von Kleinkinder von der Johan Cruyff Stiftung empfohlen. Die Kinder konnten nicht genug bekommen als sie das erste Mal auf diesen Spielplatz durften. Es gehört selbstverständlich auch ein Mini-Fußballplatz für die Kleinen.

Daneben sammelten die Studenten noch genügend Spendengelder um Lernspielzeuge zu kaufen, die sogar die Betreuer begeisterten.

Die Eröffnung war ein großes Ereignis. Vor allen Dingen weil das Eröffnungsspiel zum allerersten Mal von Mädchen bestritten wurde. Als die Gäste eintrafen, wurden sie erst einmal auf große Tour über das Gelände geführt. Überall spielten Kinder in ihren neuen Trainingsanzügen, die Chormitglieder in ihren Kostümen sangen im Chill Hub und die kleinen Vorschüler trugen die Nationalhymne vor.

Die Stimmung war grandios. Obwohl es an dem Tag regnete ließ sich niemand die Laune verderben. Es wurde im Gegenteil eher als Segen angesehen. Der Tag war sowieso erfüllt von einer Atmosphäre der Dankbarkeit. Das empfand auch die Witwe von Johan Cruyff so, die als Ehrengast geladen war.

Welt-AIDS-Tag: AIDS ist noch nicht besiegt

Zum Welt-AIDS-Tag am 1. Dezember erinnert die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung an die dramatischen Zahlen der Weltkrankheit AIDS. Weltweit leben etwa 36,7 Millionen Menschen mit HIV. Laut den aktuellen Zahlen der Ndlovu Care Group leben davon allein 7,1 Millionen in Südafrika. Die Subsahara-Länder sind mit etwa 43 % der jährlichen Neuinfektionen immer noch trauriger Spitzenreiter. Dabei haben nur 57 % aller Betroffenen weltweit Zugang zu den lebensnotwendigen Medikamenten. In Zahlen sind das 3,9 Millionen Menschen in Südafrika. Allein hier besteht eine Versorgungslücke von mehr als 3,1 Millionen Betroffenen. Das ist der Grund, warum die Infektion häufig immer noch einem Todesurteil gleichkommt. Diese Menschen hinterlassen Familien – oft Kinder, die dann ganz allein ohne familiären Halt zurückbleiben. Immer noch gibt es 2 Millionen AIDS-Waisen in Südafrika. NGOs wie die Ndlovu Care Group, die medizinische Versorgung bereitstellen – unabhängig von Krankenversicherung, sozialem Stand oder finanzieller Begüterung der Infizierten – sind lebensnotwendig für die Betroffenen in den ruralen Gebieten.

Daneben ist die Forschungsarbeit unerlässlicher Meilenstein beim Kampf gegen AIDS. Alle Maßnahmen, die Hugo Tempelman und seine Ndlovu Care Group im vergangenen Anstrebte zielen auf diese Ausrichtung. In Elandsdoorn wurde ein Forschungszentrum gebaut. Hier werden viele neue Forschungsprojekte installiert und deren Nachhaltigkeit untersucht. Beispielsweise gibt es seit dem vergangenen Jahr den HIV-Schnelltest – ein Speicheltest der innerhalb von Minuten belegt, ob man das Virus in sich trägt oder nicht. Ein anderes wichtiges Forschungsprojekt ist die Ringstudie, bei der untersucht wird, ob mit dem Verhütungsring auch HIV-vorbeugende Medikamente gleichzeitig verabreicht werden können. Außerdem engagiert sich die Ndlovu Care Group an der Erforschung eines Impfstoffes gegen HIV.

Die komplette Übersicht finden Sie unter: https://hugo-tempelman-stiftung.de/projekte/forschungsprojekte/

Spannende Zeiten für die Kinder aus dem Jorishaus

Das erste Rehabilitationszentrum für behinderte Kinder ist ein großartiger Erfolg und eine wirkliche Weiterentwicklung für die betroffenen Kinder. Wir haben schon viel berichtet, aber die Entwicklung steht nicht still. Im vergangenen Monat hatten die Kinder viel Abwechslung.

Conductive Educator zu Besuch

Zunächst bekamen sie Besuch von freiwilligen Helfern des Sizanani Care Centres. Die Conductive Educators aus Sizanani unterrichteten die Ndlovu Mitarbeiter in verschiedenen Fertigkeiten, um die Kinder weiterzuentwickeln. Hier lehrten sie vor allem, wie körperlich mit ihnen umzugehen ist, wie Stretching der verkrümmten Gliedmaßen erfolgen kann, wie zum Spiel animiert werden kann. Als besonderes Highlight wurden die Kinder zu den Eröffnungsfeierlichkeiten des Ndlovu Research Centers gebracht, um an dem Fest teilzunehmen. Insbesondere haben den Kindern natürlich der Chor und das reichhaltige Buffet gefallen.

Ausflug zum Tiergehege

Kurz darauf verbrachten die Kinder einen spannenden Tag in der Mbidi Lodge, wo auch ein kleiner Zoo ist. Das war natürlich extrem spannend, die wilden Tiere einmal so nah betrachten zu können. An diesem brütend heißen Tag gab es auch ein Picknick und die Kinder und Jugendlichen des Jorishauses konnten sich im Pool abkühlen. Ein derartiger Ausflug wäre mit Sicherheit früher für keines der Kinder möglich gewesen.

 

Lesen Sie mehr zum Jorishaus:

Behinderte Kinder in Südafrika?

Aktuelles aus dem Jorishaus – dem Betreuungszentrum für behinderte Kinder der Ndlovu Care Group

Bemerkenswerter Erfolg für das Behinderten-Rehabilitationszentrum Jorishaus

 

 

Conductive Educators zeigen, wie die Kinder zum Spielen animiert werden können.

Freiwillige Helfer des des Sizanani Care Centres unterrichten die Mitarbeiter des Ndlovu Care Centers.

Die Kinder des Jorishauses besuchen die Eröffnungsfeierlichkeiten des Ndlovu Research Centers.

Insbesondere das Stretching ist ein wichtiger Teil der Arbeit mit behinderten Kindern.

 

Die Kinder waren begeistert, wilde Tiere so nah zu sehen.

Es war ein heißer Ausflugstag zur Mbidi Lodge. Es gab Abkühlung im Pool und ein Picknick.

IPM-Team der Ndlovu Care Group erhält Auszeichnung als beste Forschungseinrichtung

Seit 2014 ist die Ndlovu Care Group Partner im International Partnership for Microbicides (IPM). Mit der Ring-Studie konnten international bedeutende Ergebnisse erzielt werden. Auf der letztjährigen Jahreskonferenz CROI (Conference on Retroviruses and Opportunistic Infections) in Boston berichtete Hugo Tempelman über den Erfolg. Diese Studie stellt eine wichtige wissenschaftliche Errungenschaft im Bereich der Frauengesundheit dar und kann der HIV-Prävention ein ganz neues Gesicht geben. Ndlovu ist eines von 12 Laboren, die die Studie durchführen. Es gibt in Südafrika nicht viele Organisationen, die das bewerkstelligen können.

DREAM-Studie als Nachfolger der RING-Studie

Als Weiterführung der RING-Studie wurde im August des Jahrs 2016 die DREAM-Studie angestoßen. DREAM meint: Dapivirine Ring Extended Access and Monitoring. In der DREAM-Studie soll nun die Langzeitwirkung der Ringanwendung beobachtet und dokumentiert werden. Das DREAM-Forschungsteam tourt durch die Schulen und Jugendzentren und bringt das Thema der Ring-Studie und der Nachfolgestudie jungen Frauen und Männern näher. Schwangerschaftsverhütung und HIV-Prävention sind Themen, die besonders bei den Jugendlichen Aufmerksamkeit benötigen. Das Ndlovu-Team hat hier ein vertrauensvolles Verhältnis zu den jungen Menschen der Umgebung aufgebaut.

Auszeichnung im neuen Forschungszentrum in Elandsdoorn

Nun erhielt das Team im neuen Research Center in Elandsdoorn die Auszeichnung als beste Forschungseinrichtung. Auch die Finanzleitung wurde als eine der besten ausgezeichnet. Das Research Center in Elandsdoorn wurde erst im Oktober eröffnet. Mit dieser Einrichtung hat Hugo Tempelman es geschafft, den Fokus internationaler Wissenschaftler auf Elandsdoorn zu richten.

Das ist ein bemerkenswerter Erfolg insbesondere im Hinblick darauf, dass Hugo Tempelman und die Ndlovu Care Group sich verstärkt im Forschungsbereich engagieren wollen. Die Ndlovu Care Group will den Aufbau von Forschungskapazitäten in Afrika fördern, akademische und evidenzbasierte Arbeitsmethoden in den ländlichen Gegenden von Limpopo einführen und beste Bedingungen zur Re-Migration von professionellen Kompetenzen in die ländlichen Gegenden bereitstellen. Hierzu wird eine verbesserte Forschungsinfrastruktur geschaffen und herausfordernde Forschungsprogramme akquiriert.

 

Die Chancen sind enorm. Nicht nur den Menschen vor Ort kann geholfen werden. Die Erkenntnisse sind übertragbar – in ganz Afrika wie auch auf die gesamte industrialisierte Welt, in der AIDS vielleicht keine alltägliche Bedrohung aber doch eine nicht kleinzuredende Realität für viele ist. Den Kindern vor Ort sichert diese Forschung zumindest eine Zukunft.

 

Auszeichnung des IPM Teams im neuen Forschungszentrum in Elandsdoorn

Dr. Hugo Tempelman und Dr. Annalene Nel vom IPM

 

 

Die große Eröffnung der neuen Ndlovu Forschungseinrichtung

Gestern hat die Ndlovu Care Group einen weiteren Meilenstein in ihrer Geschichte gesetzt: Die neue Forschungseinrichtung wurde in Elandsdoorn mit einer großen Feier offiziell eröffnet.

Mit dieser Einrichtung hat Hugo Tempelman es geschafft, den Fokus internationaler Wissenschaftler auf Elandsdoorn zu richten, auf das was da in der Provinz Limpopo in Südafrika vonstatten geht. Die ganze Gemeinde und die Menschen der Umgebung ziehen an einem Strang und helfen der Ndlovu Care Group im Kampf gegen HIV und AIDS. Das ist deswegen so besonders, da sich diese Gemeinschaft erst in den Jahren geformt hat, in denen Hugo hier vor Ort wirkt. Davor gab es keine Gemeinde in dem Sinne, wie sie heute existiert mit zentralen Orten, an denen man lebt, zentralen Plätzen, die man besucht, zentralen Fragen, denen man sich widmet und zentralen Problemen, denen man sich gemeinsam stellt. Dieses gemeinschaftliche Leben und der partnerschaftliche Umgang der Einheimischen mit der Ndlovu Care Group ist das Ergebnis jahrelanger intensiver Arbeit vor Ort. Die Menschen vor Ort haben dabei erfahren, was es heißt, wenn jemand da ist, der sich wirklich kümmert. Der „macht“ anstatt nur zu „reden“. Der hinschaut, anstatt wegzuschauen. Und der dabei das Leiden und die Ängste der Menschen ernst nimmt und Hilfestellungen anbietet. Und vor allen Dingen ist die Ndlovu Care Group eine Organisation, die nicht verschwindet. Sie ist über 20 Jahre schon geblieben. Die Organisation kümmert sich um Tausende: Alte, Kranke und jeden der Hilfe braucht. Strebende bekamen Hilfe, die ihnen anderenorts verweigert wurde. Die meisten sind genesen und sind heute noch Teil der Gemeinde. Die Ndlovu Care Group gibt Menschen aus der Gemeinde Arbeit und damit eine Zukunft. Die Organisation kümmert sich um die Kinder. Kinder, die verwaist zurückgeblieben sind. Für sie hat die Ndlovu Care Group Häuser gebaut, in denen die Kinder eine Heimat wiedergefunden haben. Sie bekamen medizinische und soziale Betreuung und Hilfe bei den amtlichen Unterlagen. Kinder, die ein Niemand waren, wurden eingebettet in den Rahmen der Kinderhilfsprogramme, individuell gefördert und ausgebildet, sodass sie die Chance haben, aus dem Teufelskreis der Armut, in den sie geboren wurden, auszubrechen. Manche sind mittlerweile Erwachsene, die ihren Beitrag in der Gemeinde leisten, selbstständig leben und für sich sorgen können. Armut, Kriminalität, Prostitution und Drogen sind nicht länger die unweigerliche Zukunft dieser Kinder. Sie werden darin unterstützt, ein selbstbestimmtes Leben zu führen. So können sie all das zurückgeben, was sie Gutes erhalten haben. Gemeinsam hat man so viel erreicht:

Brunnen für die Menschen, wo es vorher kein Wasser gab: Tatsächlich hat Ndlovu 53 Wasserstellen für die Menschen in diesem Gebiet erschlossen.

Ernährungseinrichtungen, in denen unterernährte Kinder gesunde und ausreichende Verpflegung bekommen und Familien der Anbau von Gemüse gelehrt wird.

Vorschulen, in denen Kinder sicher untergebracht werden können und umsorgt sind.

Nachschulische Aufenthaltszentren – die Ndlovu Chill Hubs – wo die Kinder sich nach der Schule aufhalten können, mit Sport, Spiel, Computer, Lesen … wo sie sicher sind.

Sportplätze für Fußball, Tennis, Volleyball und Fitnesszentrum.

Die Menschen in der Gemeinde vertrauen der Ndlovu Care Group. Und die Ndlovu Care Group gibt alles, um diese Menschen zu unterstützen. Das machte dieses Fest am gestrigen Tag so besonders. Natürlich ging es um die Eröffnung des Forschungszentrums. Aber vielmehr ging es noch darum, die Gemeinschaft zu feiern. Denn dies alles geht nur gemeinsam, jede Aufgabe, die erledigt werden muss, jede Entscheidung, die getroffen werden muss.

Im neuen Forschungszentrum nun geht man die Aufgabe HIV und AIDS endlich zu besiegen gemeinsam an. Der Ort ist geschaffen, die Menschen sind bereit. Mit der Zusammenarbeit mit dem HIV Vaccine Trials Network hat die Ndlovu Care Group den ersten Schritt getan, AIDS von einem Todesurteil zu einer heilbaren Krankheit zu machen. Wir sind froh, Teil dieses Erfolg sein zu dürfen.

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Heritage Day – ein großes Fest bei Ndlovu

Die Feierlichkeiten zum Heritage Day waren auch in diesem Jahr wieder ein großartiges, farbenfrohes Fest. An diesem Tag werden alle Südafrikaner dazu ermutigt, ihre Kultur und die Vielfalt ihrer Traditionen und Überzeugungen zu zelebrieren. Wie in jedem Jahr begeisterten die farbenfrohen, traditionellen Kostüme. In diesem Jahr stand im Miracle Theater zusätzlich noch ein einheimischer Comedian auf der Bühne. Vor der großen Menge – es kamen mehr als 1.500 Menschen – traten auch Tänzer auf, die ihre traditionellen, kulturellen Tänze vorführten, und machten den „Tag der Regenbogennation“ damit richtig bunt. Und wie immer, wenn die Ndlovu Care Group ein Fest organisiert, gibt es für alle Essen und Trinken – keiner musste hungrig nach Hause gehen.