Erste AIDS-freie Generation

Das ist die Vision von Hugo Tempelman, das ist das Ziel seiner Arbeit, das ist sein Erfolg: Seit 2008 wurden in der Mutter-Kind-Klinik der Ndlovu Care Group insgesamt 2838 Kinder geboren. 538 Mütter waren HIV-positiv. Jede einzelne von ihnen brachte ein gesundes, HIV-negatives Baby zur Welt. Das ist ein Riesenerfolg.

Im September dreht sich alles um das gute Gehör

In der Audiologische Klinik der Ndlovu Care Group dreht sich in diesem Monat alles um gutes Hören. Eltern werden aufgerufen, ihre Babys (0-1 Jahr) kostenlos zum Hörscreening zu bringen.

HIV oder Aids erhöhen das Risiko von Hörverlusten und hemmen die Sprachentwicklung. Babys von HIV-positiven Müttern leiden durch die Virusinfektion mit einer erhöhte Wahrscheinlichkeit unter angeborene Schwerhörigkeit oder entwickeln im Laufe der Zeit eine Hörschädigung. Diese Säuglinge haben ein erhöhtes Risiko für Mittelohrentzündungen, die zu Schallübertragungsschwierigkeiten führen können. Die Ndlovu Care Group bietet seit dem Jahr 2014 deswegen verstärkt audiologische Untersuchungen zur Gesundheitsförderung am Ohr an. Dazu gehören nicht nur die Feststellung, Überwachung und Behandlung von Schädigungen, sondern auch die Verhütung mittels regelmäßiger Community-Bildungsprogramme. An fünf Kliniken in der Umgebung von Elandsdoorn werden Hörscreenings für Neugeborene zur Früherkennung angeboten. Als wichtigsten ersten Schritt sieht die Ndlovu Care Group die Bewusstseinschaffung für die Problematik. In diesem Monat wird das verstärkt in den Mittelpunkt gerückt, jeder zehnte Teilnehmer bekommt sogar einen kleinen Preis.

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1000 Dank für 1 Million

Seit 2008 unterstützt ENERGETIX Bingen die Arbeit von Hugo Tempelman in Südafrika. Auch in diesem Jahr übergab das Unternehmen einen großzügigen Scheck in Höhe von 155.000 Euro im Rahmen der jährlichen Kataloglaunch-Party Ende August. Durch den Abend führte bereits zum dritten Mal Barbara Schöneberger. Teilnehmer aus 23 Ländern waren zu diesem Anlass nach Berlin gereist.

Und sie alle folgten gespannt dem Geschehen auf der Bühne. Hugo Tempelman präsentierte persönliche seine Arbeit und seine Projekte. Ein bewegender Film fasste die bemerkenswerte Ergebnisse der kontinuierlichen Unterstützung durch ENERGETIX zusammen: Dank dieser Hilfe wurden insgesamt 2838 Kinder in der Mutter-Kind-Klinik geboren. 538 Mütter waren HIV-positiv und haben 538 HIV-negative Babys geboren. Das ist ein Riesenerfolg. In all den Jahren hat ENERGETIX insgesamt 1.000 000 Millionen Euro gespendet. Den diesjährigen Scheck über 155.000 Euro nahm Hugo Tempelman zusammen mit seiner Frau Liesje und Vivi Eickelberg von ENERGETIX-Inhaber und Geschäftsführer Roland Förster entgegen.

Wir sagen tausend Dank für diese großartige Hilfe und die jahrelange Unterstützung. Und wir freuen uns darauf, noch viele weitere Erfolge zusammen feiern zu können.

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Große Begeisterung beim NDLOVU YOUTH CHOIR!

Vergangenen Dienstag wurden die Chormitglieder mit einem brandneuem Bus überrascht, der nur für sie angeschafft wurde und der extra im unverwechselbaren Chordesign gestaltet wurde!

Bisher wurden die Jugendlichen des NDLOVU YOUTH CHOIR mit mehreren Taxis  zu ihren Auftritten gefahren. Nicht ungefährlich in Südafrika – es mussten z. B. Fahrer gesucht werden, die sicher im Straßenverkehr sind. Auch war das bisherige Prozedere teuer und organisatorisch jedes mal eine Herausforderung.

Die Hugo Tempelman Stiftung, Die Tjomme Foundation und die People’s Poscode Lottery machten diese Überraschung möglich.

Wir wünschen dem NDLOVU YOUTH CHOIR  Gute Fahrt und viel Erfolg!

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In der Schule

Eine solide Schulbildung ist der Grundstein für eine gesicherte Zukunft. Eines der Hauptanliegen der Ndlovu Care Group ist die Sicherstellung, dass Kinder zur Schule gehen können. Gegenwärtig gibt es mehr als 1,5 Million Kinder, die ohne Eltern aufwachsen. In Südafrika gibt es immer mehr Familien, in denen ältere Geschwister für die jüngeren sorgen müssen – häufig übernehmen sie zusätzlich die Pflege für die gebrechlichen Großeltern, bei denen sie nach dem Tod der Eltern untergekommen sind. Durch die oftmals prekäre familiäre Situation sind die älteren Kinder gezwungen, Verantwortung zu übernehmen, den Haushalt zu besorgen, den Familienunterhalt zu bestreiten. Die Folgen sind offensichtlich: Fehlende Schulausbildung zerstört die Lebensperspektive der Kinder. Die Statistik zeigt, dass von 100 Kindern, die in den Townships in die Grundschule eintreten, nur 28 die letzte Klasse vor der Reifeprüfung erreichen. 72 % brechen die Schule ab, meistens in den ersten Jahren der Sekundarschule. Von den 28 Schülern, die das Abschlussjahr anfangen, schließen nur 7 es erfolgreich ab, und nur 1 schreibt sich erfolgreich an einer tertiären Bildungseinrichtung ein. 95 % aller vorzeitigen Schulabgänger sind langfristig arbeitslos. Hier ist der Ansatzpunkt der Hugo Tempelman/Ndlovu Care Group: Sicherung der Lebensverhältnisse, damit die Kinder, durch den Besuch der Schule für sich selbst und ihre eigene Zukunft zu sorgen.

Kurz-Doku über Besuch des Ndlovu Youth Choir

Es hat etwas länger gedauert – nun ist sie endlich da die Kurz-Dokumentation über den Besuch des Ndlovu Youth Choir in der Südafrikanischen Botschaft in Berlin. Natürlich inklusive des Interviews mit Hugo und Liesje Tempelman. Noch einmal herzlichen Dank an Cherno Jobatey, der die Moderation des Abends pro bono übernahm.

Was im Leben zählt …

„Was im Leben zählt, ist nicht, dass wir gelebt haben. Sondern, wie wir das Leben von anderen verändert haben.“ (Nelson Mandela)

Im Sinne dieser weisen Worten Nelson Mandelas arbeiten Hugo Tempelman, seine Frau Liesje und sein ganzes Team seit mehr als 20 Jahren. Nicht warten, bis jemand etwas macht, sondern selber die Dinge in die Hand nehmen, dass ist das tägliche Credo der Arbeit der Ndlovu Care Group. Und es ist der Aufruf, der regelmäßig am Internationalen Nelson Mandela Tag erfolgt.

Der Internationale Nelson Mandela Gedenktag wird jährlich am 18. Juli, dem Geburtstag des südafrikanischen Friedensnobelpreisträgers, begangen. An diesem Tag wird zu humanitärem Verhalten angeregt. Ganz im Sinne des Namensgebers. An diesem Tag wird jeder aufgefordert, seinen ganz persönlichen Beitrag zu leisten. Nach Darstellung der Südafrikanischen Botschaft in Berlin ist „der Mandela Tag ein Aufruf für wohltätige Taten von und für Menschen rund um den Globus.“ Jeder solle Verantwortung übernehmen, um die Welt Schritt für Schritt zu verbessern, so wie es Nelson Mandela tat.
Dieser Aufruf ist natürlich nicht nur für diesen einen speziellen Tag zu verstehen. So fragt die Nelson Mandela Foundation: WHAT CAN I DO TO MAKE EVERY DAY A NELSON MANDELA DAY?
In diesem Sinne kann man sich auf der Seite https://www.mandeladay.com/ mit jeder seiner Aktionen in Wort und Bild melden.

Hugo & Liesje Tempelman

Vor mehr als 20 Jahren kamen Hugo und Liesje Tempelman nach Südafrika. Nach vier Jahren im Gesundheitsministerium in KwaNdebele, entschlossen sich der Arzt und seine Frau in einer der ärmsten Gegenden Südafrikas, in Elandsdoorn, ihre erste Klinik zu bauen. Es gab für die dort lebenden Menschen keinerlei medizinische Versorgung und keine. Die Tempelmans nahmen eine Hypothek auf ihr Haus auf, sammelten Geld bei Freunden und Familie, kauften 40.000 Steine und bauten das erste „NDLOVU MEDICAL CENTER“. Was als allgemeine Praxis begann, entwickelte sich zu einem Gesundheitszentrum, mit dessen Hilfe heute, unter der Führung der Tempelmans, die ärztliche Versorgung dieses ländlichen Distrikts gewährleistet wird. Einer der ersten großen Erfolge der Tempelmans war, dass HIV-positive schwangere Frauen durch die Behandlung und Betreuung durch NDLOVU zu 99% HIV-negative Babys geboren haben. Im Jahr 2007 konnte die zweite Klinik „Bhubezi“ eröffnet werden. Doch die Tempelmans engagieren sich nicht nur im medizinischen sondern vor allem auch im sozialen Bereich. Hierzu gehören Preschool Angebote, Nutrition Units, Kinderhäuser und den Aufbau des Chill Hubs. 2009 wurden Hugo und Liesje Tempelman mit der Martin Buber-Plakette für ihre Verdienste um die Menschlichkeit ausgezeichnet.

Go for Goal, Bhubezi!

Es geht voran in Bhubezi. Als zweite Klinik der Ndlovu Care Gruppe wurde die Klinik 2007 in Bhubezi eröffnet. Mittlerweile ist der medizinische Stand ebenso wie in Elandsdoorn ausgebaut und gesichert und es kann sich vermehrt um soziale Belange gekümmert werden. Kürzlich gründeten die Bhubezi-Mitarbeiter die Bhubezi-Champs-Mannschaft. Gekleidet in ihren Teamfarben sind sie mehr als motiviert, ihren Gegner entgegenzutreten. Die meisten Teammitglieder stammen aus der Gemeinde Lillydale. Die Klinikleitung steht voll hinter der Mannschaft und ihrer Botschaft: Sie wollen die Leistungen, die im Medical Centre Bhubezi für die Gemeinschaft erbracht werden stärker ins Bewusstsein der Bevölkerung bringen. Hier werden öffentliche Gesundheitsdienste einschließlich HIV-Beratung und –Tests, aber auch HIV- und TB-Behandlung, Betreuung und –unterstützung angeboten. Aber natürlich gehören auch Diagnosedienste (Labor, Ultraschall, Röntgenstrahlen), pharmazeutische Dienstleistungen, vorgeburtliche Pflege oder auch Gebärmutterhalskrebs-Behandlungen dazu. Die Bevölkerung soll aufgefordert werden, diese Angebote vermehrt in Anspruch zu nehmen. Um erstmal überhaupt über die bestehenden Möglichkeiten zu informieren, dafür kicken die Bhubezi-Champs.

Rachel – Von der Chorsängerin zur Krankenschwester

Rachel Ntobeng war die Lead-Sängerin des Ndlovu Youth Choir, bis sie ihre Ausbildung als Krankenpflegerin begann. Diese hat sie jetzt erfolgreich abgeschlossen. Ein kleines Interview:

Du hast Dein Studium sehr erfolgreich abgeschlossen. Herzlichen Glückwunsch! Hat es Dir Spaß gemacht?

Ja sehr – ich wollte schon immer Krankenschwester werden. Ab dem nächsten Jahr, werde ich eine eingeschriebene Krankenpflegerin sein. In den 6 Monaten dazwischen werde ich meine Computerkenntnisse vertiefen. Sobald ich mit den erforderlichen zwei Jahren als eingeschriebene Krankenpflegerin fertig bin, werde ich Krankenschwester und danach möchte ich eine Ausbildung zur Hebamme machen.

Wie hat sich dein Leben verändert, seit dem Beitritt zum Ndlovu Youth Choir?
Mein Leben hat sich total verändert. Vorher war es ohne Ziel und langweilig – und plötzlich hatte ich etwas Wunderbares, worauf ich mich freute. Ralf, unser Chorleiter, inspiriert mich. Als ich anfing, sagten die Leute, ich würde dadurch meine Schularbeit vernachlässigen. Aber Ralf erklärte mir, dass ich mich auf meine Ziele konzentrieren sollte und dass ich meinen Schwerpunkt darauf setzen sollte, was ich selbst wolle. Er lehrte mich auch, dass es viele weitere Aspekte der Musik gibt, als bloßes Singen. Er eröffnet eine neue Welt der Musik für mich. Ich habe viel gelernt von ihm!

Hast Du eine Botschaft für die Jugendlichen, die wie Du in Elandsdoorn aufwachsen?
Ja, das habe ich. Lernt hart und fleißig. Gebt nicht auf aufgrund Eurer Herkunft, das ist keine Entschuldigung. Lasst die Finger von Drogen, werdet nicht schwanger. Bildung ist die Antwort! Konzentriert Euch. Mit Bildung werden sich Euch alle Türen öffnen.

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