Ndlovu Youth Choir im neuen Gewand

Neue Kostüme, neue Songs, neue Choreografien – der Ndlovu Youth Choir wird immer professioneller. Ein eigenes Logo, ein eigenständiger Internetauftritt, Facebook, Twitter – das alles unterstützt  das neue Auftreten des Chores.

Der integrative Ansatz ist voller Erfolg

Der Ndlovu Youth Choir wurde 2009 gegründet. Er ist ein Projekt aus dem CHAMP-Kinderförderungsprogramm der Ndlovu Care Group. Ursprüngliche Idee war es, Kindern schwieriger sozialer Herkunft und Prognose eine sinnvolle Beschäftigung in ihrem Leben zu geben. Die Kinder haben zum größten Teil eine sehr schwere Kindheit. Oftmals haben diese Kinder ihre Eltern, nicht selten ihr Zuhause durch Aids verloren. Haltlos lungerten viele auf der Straße herum, gingen nicht zur Schule, wurden bereits als Teenager schwanger. Manche haben auch einen kriminellen Hintergrund.

 

Im Chor wird ihnen eine Chance zur Rehabilitation gegeben. Die Idee ist denkbar simpel wie wirkungsvoll: Wer gut und laut singen will, muss aufrecht stehen, den Kopf heben. Allein diese stolze Haltung trägt zur Steigerung des Selbstwertgefühls bei. Durch seinen integrativen Ansatz gibt der Ndlovu Youth Choir auch denen eine Stimme, die sonst nicht gehört würden. Die Sänger des Ndlovu Youth Choir feierten in der Vergangenheit großartige Erfolge. Sie traten international auf und sangen mit verschiedenen großen Künstlern wie Hermann van Veen oder Claire Johnston.

 

Alle Mitglieder schaffen den Schulabschluss

Alle Mitglieder haben seit Gründung des Chors ihre Schulabschlüsse geschafft und keine Jugendliche ist schwanger geworden. Das ist ein großer Erfolg des Kinder- und Jugendprogramms der Ndlovu Care Group. Viele von ihnen schafften den Start in eine selbstbestimmtes erfolgreiches unabhängiges Leben. Sie machten Ausbildungen und stehen heute im Berufsleben. Die harte Arbeit der Kinder und des Chorleiters Ralf zahlte sich aus in Selbstbewusstsein, Disziplin und Selbstverantwortung.

 

Die Kinder scheiden in der Regel nach der Schule aus dem Chor aus, wenn sie zu Studium oder zur Ausbildung in eine Stadt gehen.  Doch einige der Jugendliche gehen so vollkommen auf im Singen, dass sie sich eine andere Arbeit gar nicht mehr vorstellen möchten. Zudem konnten viele Auftrittsanfragen nicht zugesagt werden, da ein Schülerchor natürlich auch an Schulzeiten, Abschlussarbeiten u.ä. vorrangige Verpflichtungen geknüpft ist.

 

Professionalisierung des Chors bietet auch Absolventen eine Zukunft

Die Idee, einen professionellen Chor mit festen Mitgliedern zu formen, nahm im Laufe der Zeit immer mehr Gestalt an. Man könnte den Mitgliedern, die sich wirklich für diesen Beruf engagieren eine (bezahlte) Zukunft bieten. Man könnte das Engagement ausweiten, da man nicht mehr vollständig auf die Zusammensetzung aus Schülern angewiesen ist. Man könnte Talente fördern aber vor allem auch halten.

Selbstverständlich wird die Kinder- und Jugendarbeit weiterhin betrieben und ist Teil des flexiblen Teams des Chors. Mit dieser neuen Ausrichtung weitet der Chor sein Engagement jedoch erheblich aus. Viele neue Songs wurden im Tonstudio aufgenommen, aktuell arbeiten sie an ihrer eigenen CD.

 

Neue Website: Choir.africa

Eine erste Kostprobe der neuen Songs findet sich auf der neuen Website unter:

choir.africa

 

Hier findet sich auch das neue Video des Chors, das ganz eindringlich die Stimmung und das Gefühl des Chors transportiert.

Das Video können Sie auch in unserem YoutubeKanal ansehen:

 

Auf der Website findet sich auch eine Auftrittskalender – der Chor ist bereits jetzt gut gebucht! Wir drücken die Daumen für alles Weitere.

ENERGETIX Team erläuft 5.000 Euro beim Gutenberg-Marathon

Am vergangenen Sonntag fand der traditionelle Gutenberg-Marathon in Mainz statt. Unser Partner ENERGETIX Bingen hat zum wiederholten Male das zahlenmäßig stärkste Team ins Rennen geschickt mit 72 Anmeldungen.

Energetix Bingen unterstützt seit 10 Jahren großzügig die Arbeit der Hugo Tempelman Stiftung. Und seit fünf Jahren läuft das Team Energetix Bingen für unsere Stiftung.

Das Team besteht aus vielen engagierten Vertriebspartnern und Mitarbeitern des Unternehmens. Sie spenden für jeden gelaufenen Kilometer des Halbmarathons je 2 €.

Dieses Jahr haben sich 72 Teilnehmer angemeldet und so hat jeder Läufer 42€ gespendet. Das ergab eine Gesamtsumme von 3024 €. Und wie jedes Jahr rundet der Geschäftsführende Inhaber Roland Förster den Betrag auf 5.000 € auf, die unseren Kinderförderungsprogrammen zugutekommen.

Dafür ein großes Dankeschön!!!!

Liesje Tempelman und ihre Söhne Gijs und Koen laufen zusammen im Ziel ein

Auch in diesem Jahr lief Joey Kelly wieder als prominenter Vertreter für Energetix und damit auch für unsere Kinderprojekte.

Und Liesje Tempelman zeigte wieder volle Power: Sie lief bereits zum fünften Mal in Folge den Gutenberg-Marathon mit dem Team von Energetix. Sie erzählte uns, dass der Marathon in Mainz der erste war, den sie jemals lief. Erst vor vier Jahren begann sie mit dem Marathonlaufen, motiviert und angespornt wurde sie durch Energetix!

In diesem Jahr wurde sie von ihren beiden Söhnen Gijs und Koen begleitet. Für Gijs war es bereits das vierte Mal, für Koen war es das erste Mal.

Sie liefen die 21 km unter zwei Stunden und hielten sich beim Zieleinlauf bei den Händen – das hatten sie sich beim Start versprochen. Was für ein toller Familienerfolg!

Wir danken allen „Energetixern“ und ganz besonders Roland Förster für die nachhaltige und ausdauernde Unterstützung – ihr habt vieles ermöglicht!

 

Liese Tempelman und ihre Söhne Gijs und Koen beim Gutenberg-Marathon in Mainz.

72 Läufer unterstützen das Team ENERGETIX beim Gutenberg-Marathon in Mainz. Jeder Teilnehmer spendet für jeden gelaufenen Kilometer 2€.

Glücklicher Einlauf des Team Tempelman.

 

 

 

GERICHTSBESCHLUSS ZUR PATIENTENÜBERTRAGUNG

Oberste Gericht fordert detaillierten Maßnahmenplan ein

Das Oberste Gericht von Limpopo hat angeordnet, dass das Bezirksgesundheitsministerium von Limpopo und die Ndlovu Care Group an den Verhandlungstisch zurückkehren und einen detaillierten Übernahmeplan für die Patienten erarbeiten.

Die Ndlovu Care Group brachte die Gesundheitsministerien der Provinz, Dr. Phophi Ramathuba, vor Gericht, nachdem sie angekündigt hatte, die Unterstützung der NGOs zu beenden. Das betrifft über  3000 Patienten in den verschiedenen Kliniken der Gruppe.

 

Patienten sollen aus Kostengründen staatliche Einrichtungen nutzen

Das Ministerium ließ verlautbaren, dass sie NGOs nicht länger mit Hilfsgelder unterstützen werden. Man wolle  Patienten dazu bringen, staatlichen Hospitale aufzusuchen, um sich behandeln zu lassen.

Ramathuba gab an, dass der Vertrag mit NGOs das Ministerium jährlich 27 Mio. Rand kosten würde, während man pro Patient 3800 Rand ausgeben würde.

Südafrikanische Menschenrechtskommission begrüßt die Entscheidung

Die Anordnung des Gerichts, an den Verhandlungstisch zurückzukehren, wird als großer Erfolg gewertet. Das Ministerium ist nun gezwungen, einen durchdachten und machbaren Übernahmeplan zu erstellen, bei dem sichergestellt sein muss, dass die Standards gesetzt sind, die Ndlovu vorgelebt hat.

Jetzt hat man  drei Monate Zeit, die Bedingungen und Zeitpläne für die Übernahme zu erstellen. Dann muss dieser zur Begutachtung dem Gericht erneut vorgelegt werden.

Die südafrikanische Menschenrechtskommission begrüßt diese Vorgehensweise. Sie wurde vom Gericht bestellt, den Mediationsprozess zwischen den beiden Parteien zu moderieren. Das erste Treffen ist bereits für den 7. Mai anberaumt.

 

Zweites „Life Esidimeni“ muss unter allen Umständen verhindert werden

Oberstes Ziel ist es, eine zweite „Life Esidimeni“-Krise zu verhindern. Hier sind im Jahr 2016 fast 100 Patienten gestorben, die aufgrund von Sparmaßnahmen aus einer Klinik in Johannesburg in mehrere schlecht ausgestattete Kliniken verlegt worden waren. Die Übergabe der Patienten hat unter chaotischen Umständen stattgefunden. Der STERN berichtete darüber: Es gab nicht ausreichend Essen und Trinken für Schwerkranke. Der Transport wurde mit Geländewagen mit offener Ladefläche wie bei einer „Viehauktion“ bewerkstelligt. Hintergrund war die Entscheidung der Gesundheitsbehörden von Gauteng, aus Kostengründen ihren Vertrag mit dem Krankenhaus Life Esidimeni zu kündigen. Mehr als 1300 Patienten mussten danach in andere Einrichtungen verlegt werden. Ihre Angehörigen seien oftmals nicht benachrichtigt und auch im Todesfall nicht informiert worden.

Eine Katastrophe dieses Ausmaßes soll hier in jedem Fall verhindert werden.

 

 

Lesen Sie mehr zur Gerichtsverhandlung vom 3. Mai:

https://www.news24.com/SouthAfrica/News/limpopo-health-dept-and-ngo-negotiate-to-prevent-another-life-esidimeni-crisis-20180503

 

Lesen Sie Hintergründe zur „Life Esidimeni“-Krise:

https://www.stern.de/gesundheit/gesundheitsnews/suedafrika–dutzende-patienten-nach-verlegung-gestorben-7309812.html

Jeder Knopf zählt!

Eine kleine Überraschung aus München: Unser Vorstandsmitglied Helge Sasse brachte dieser Tage eine gefüllte Spendenbüchse mit. Sie wurde ihm beim letzten Besuch seiner Wäscherei übergeben. Die Dame, die seine Hemden bügelt, sammelte für die Hugo Tempelman Stiftung und die Kinder in Südafrika. Immer wenn Frau Müller-Heiling einen Knopf annäht, nimmt sie dafür kein Trinkgeld an, sondern bittet um eine Spende für die Kinder de Ndlovu Care Group. So kamen nun 202,66 Euro zusammen. Gerührt von dieser selbstlosen Aktion verdoppelt Helge Sasse den gespendeten Betrag. Sodass nun mehr als 400 Euro durch die kleine Wäscherei in München gesammelt wurden. Zusätzliche 400 Euro spendete eine andere Kundin, beeindruckt vom selbstlosen Engagement.

Wir bedanken uns und wünschen weiterhin so nette Kundschaft, Frau Müller-Heiling.

Hugo und Helge leeren die Büchse.

Frau Müller-Heiling in ihrer kleinen Wäscherei.

Frau Müller-Heiling spendet ihr Trinkgeld für die Hugo Tempelman Stiftung vertreten durch Vorstandsmitglied Helge Sasse.