Medizinische Projekte

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Ndlovu Medical Center

Im Ndlovu Medical Center, dem Herzstück der Aktivitäten in Elandsdoorn, werden mehr als 2.500 HIV- und Tuberkulosepatienten dauerhaft versorgt – unabhängig davon, ob sie eine Krankenversicherung haben.

Niederländische und südafrikanische Ärzte arbeiten hier Hand in Hand; bei der Mehrzahl ihrer HIV-Patienten gelingt es, das Virus unter die Nachweisgrenze zu bringen. Die Mediziner vor Ort kooperieren mit Universitäten in den Niederlanden und Amerika und dem Max Planck Institut für Immunologie in Berlin zusammen. Mittels moderner Telemedizin können bei Bedarf Experten aus aller Welt zu Rate gezogen werden.

Ein anderer wichtiger Aspekt in Ndlovu gilt der Tuberkulosevorsorge. Dem Team um Hugo Tempelman wurde es möglich, die erste nichtstaatliche Organisation in Südafrika zu werden, die einen offiziellen Vertrag mit der Regierung rund um die Tuberkulosevorsorge bekam.


Aids-Aufklärung2

Aids-Aufklärung in Schulen und Gemeinden

Im Zentrum des Elandsdoorner Programms steht die Aufklärung von Teenagern zu den Gefahren von HIV und Aids im Idealfall bevor sie selbst sexuell aktiv werden. Fünf Teams gleichaltriger Jugendlicher besuchen aktuell die Schulen der Region und informieren in Theaterstücken spielerisch über das Virus und seine Verbreitung. In anschließenden Workshops thematisieren sie im Dialog mit den Schülern Sexualität, Ansteckungsrisiken, Inzest und sexuelle Freizügigkeit. Durch regelmäßige Informationskampagnen in Dörfern und Gemeinden leistet das Aids-Aufklärungsprogramm zudem einen wichtigen Beitrag im Kampf gegen die Stigmatisierung und Diskriminierung der Betroffenen.




HIV-Therapie1

HIV-Therapie-Programm

Seit 2003 behandeln Hugo Tempelman und sein Ärzteteam HIV-Patienten im Ndlovu Medical Center mit den in Europa üblichen antiretroviralen Therapien. Obgleich die Medikamente nicht heilen können, verbessern sie das Immunsystem und machen die Patienten weniger anfällig für gefährliche Infektionen. Sie erhöhen die Lebenserwartung und verbessern die Lebensqualität entscheidend.




Mutter-Kind-Programm

Mutter-Kind-Programm

Das Mutter-Kind-Programm bietet schwangeren Frauen eine umfassende Versorgung rund um die Geburt ihrer Kinder. Kernelement des Programms ist eine Therapie zur Vorbeugung der HIV-Übertragung von Müttern auf ihre ungeborenen Kinder, die das Risiko einer Ansteckung drastisch reduziert. Seit 2003 kommt diese Therapieform im Ndlovu Medical Center zur Anwendung - mit phänomenalem Erfolg: Durch die Behandlung im Zentrum bringen heute 99 % der HIV-infizierten Mütter gesunde, HIV-negative Babys zur Welt.
Im Rahmen des Programms werden die Frauen in der Klinik zudem über Sexualhygiene, den Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten und die Gefahren von HIV und Aids aufgeklärt. Über 180 Frauen nehmen dieses Informationsangebot jeden Monat in Anspruch. Ein kostenloses Gebärmutterhalskrebs-Behandlungsprogramm wird ebenfalls angeboten.



Tuberkulose2

Tuberkulose-Programm

In Kooperation mit dem südafrikanischen Gesundheitsministerium werden Tuberkulosepatienten im Ndlovu Medical Center kostenlos behandelt. Da rund zwei Drittel der Patienten auch HIV-positiv sind, schließt sich an die sechsmonatige Tuberkulosebehandlung häufig das HIV-Therapie-Programm an. Die sichtbare Erholung der anfangs oft stark geschwächten Patienten ist beeindruckend.


Zahnarzt2

Mobiler Zahnarzt

Dem Thema Zahnvorsorge kommt in den ländlichen Regionen traditionell wenig Beachtung zu. Die Ndlovu Care Group startete daher ein Aufklärungsprogramm, das neben der zahnärztlichen Versorgung für ein Umdenken in Sachen Zahngesundheit sorgen soll - insbesondere bei jungen Menschen.
Das Motto: “Black is beautiful. But not in your mouth”
Ausgebildete Zahnarzthelferinnen besuchen regelmäßig Schulen, untersuchen die Schüler der ersten und zweiten Klassen und vergeben Termine beim Zahnarzt, der seine Behandlungen in einer mobilen Praxis kostenlos durchführt.



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Ernährungsberatung für Familien

Unter- und Mangelernährung sind besonders bei Kindern häufig die Ursache akuter gesundheitlicher Probleme. In der Ndlovu Nutritional Unit werden betroffene Kinder eingehend untersucht und so lange verpflegt, bis sie ihr Normalgewicht erreicht haben. Parallel wird den Eltern von geschulten Beratern beigebracht, wie sie einer
Mangelernährung ihrer Kinder vorbeugen und die Ernährungssituation in der Familie verbessern können. Sie erlernen, einen Nutzgarten anzulegen und diesen zu bewirtschaften.


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Audiologie-Services in der Ndlovu Wits Audiologie Klinik

HIV oder Aids erhöhen das Risiko von Hörverlusten und hemmen die Sprachentwicklung. Babys von HIV-positiven Müttern leiden durch die Virusinfektion mit einer erhöhte Wahrscheinlichkeit unter angeborene Schwerhörigkeit oder entwickeln im Laufe der Zeit eine Hörschädigung. Diese Säuglinge haben ein erhöhtes Risiko für Mittelohrentzündungen, die zu Schallübertragungsschwierigkeiten führen können. Der Verlust des Gehörs hat unweigerlich weitreichende emotionale, soziale, aber auch berufliche und somit wirtschaftliche Konsequenzen. Deswegen ist die Überwachung bei Patienten mit HIV/AIDS und Tuberkulose wichtig. Schwerhörigkeit - als eine nicht übertragbare Krankheit - wird als das häufigste sensorische Defizit der menschlichen Bevölkerung angesehen. Es wird geschätzt, dass mindesten 41 Millionen Kinder im Alter von unter 15 Jahren in den Entwicklungsländern mit Hörverlust leben. Das macht diese Krankheit in Entwicklungsländern wie Südafrika zu einer leisen, übersehenen Epidemie.

Die Ndlovu Care Group bietet seit dem Jahr 2014 deswegen verstärkt audiologische Untersuchungen zur Gesundheitsförderung am Ohr an. Dazu gehören nicht nur die Feststellung, Überwachung und Behandlung von Schädigungen, sondern auch die Verhütung mittels regelmäßiger Community Bildungsprogramme.
An fünf Kliniken in der Umgebung von Elandsdoorn werden Hörscreenings für Neugeborene zur Früherkennung angeboten. Es gibt Schuluntersuchungen, Ototoxizitätsprüfungen, Überwachung von HIV/AIDS- und Tuberkulose-Patienten der Ndlovu Care Group-Kliniken sowie Diagnoseprüfungen. Als wichtigsten ersten Schritt sieht die Ndlovu Care Group die Bewusstseinschaffung für die Problematik. Oftmals wird ein schwerhöriges Kind als mental gestört behandelt. Dabei sind viele Krankheitszeichen bereits im Frühstadium einfach behandelbar. Die Menschen müssen darüber aufgeklärt werden. Daneben wird ein Ausbildungsprogramm für Gesundheitshelfer implementiert.