Hugo & Liesje Tempelman

Vor mehr als 20 Jahren kamen Hugo und Liesje Tempelman nach Südafrika. Nach vier Jahren im Gesundheitsministerium in KwaNdebele, entschlossen sich der Arzt und seine Frau in einer der ärmsten Gegenden Südafrikas, in Elandsdoorn, ihre erste Klinik zu bauen. Es gab für die dort lebenden Menschen keinerlei medizinische Versorgung und keine. Die Tempelmans nahmen eine Hypothek auf ihr Haus auf, sammelten Geld bei Freunden und Familie, kauften 40.000 Steine und bauten das erste „NDLOVU MEDICAL CENTER“. Was als allgemeine Praxis begann, entwickelte sich zu einem Gesundheitszentrum, mit dessen Hilfe heute, unter der Führung der Tempelmans, die ärztliche Versorgung dieses ländlichen Distrikts gewährleistet wird. Einer der ersten großen Erfolge der Tempelmans war, dass HIV-positive schwangere Frauen durch die Behandlung und Betreuung durch NDLOVU zu 99% HIV-negative Babys geboren haben. Im Jahr 2007 konnte die zweite Klinik „Bhubezi“ eröffnet werden. Doch die Tempelmans engagieren sich nicht nur im medizinischen sondern vor allem auch im sozialen Bereich. Hierzu gehören Preschool Angebote, Nutrition Units, Kinderhäuser und den Aufbau des Chill Hubs. 2009 wurden Hugo und Liesje Tempelman mit der Martin Buber-Plakette für ihre Verdienste um die Menschlichkeit ausgezeichnet.

Go for Goal, Bhubezi!

Es geht voran in Bhubezi. Als zweite Klinik der Ndlovu Care Gruppe wurde die Klinik 2007 in Bhubezi eröffnet. Mittlerweile ist der medizinische Stand ebenso wie in Elandsdoorn ausgebaut und gesichert und es kann sich vermehrt um soziale Belange gekümmert werden. Kürzlich gründeten die Bhubezi-Mitarbeiter die Bhubezi-Champs-Mannschaft. Gekleidet in ihren Teamfarben sind sie mehr als motiviert, ihren Gegner entgegenzutreten. Die meisten Teammitglieder stammen aus der Gemeinde Lillydale. Die Klinikleitung steht voll hinter der Mannschaft und ihrer Botschaft: Sie wollen die Leistungen, die im Medical Centre Bhubezi für die Gemeinschaft erbracht werden stärker ins Bewusstsein der Bevölkerung bringen. Hier werden öffentliche Gesundheitsdienste einschließlich HIV-Beratung und –Tests, aber auch HIV- und TB-Behandlung, Betreuung und –unterstützung angeboten. Aber natürlich gehören auch Diagnosedienste (Labor, Ultraschall, Röntgenstrahlen), pharmazeutische Dienstleistungen, vorgeburtliche Pflege oder auch Gebärmutterhalskrebs-Behandlungen dazu. Die Bevölkerung soll aufgefordert werden, diese Angebote vermehrt in Anspruch zu nehmen. Um erstmal überhaupt über die bestehenden Möglichkeiten zu informieren, dafür kicken die Bhubezi-Champs.